Platons und Aristoteles

M.Grimsmann/L.Hansen 2008

Ausschnitt aus dem Poster "Die Geschichte der Philosophie"

Die Idee eines wissenschaftlichen Ganzen

Platon 428-348 v.C. Platons Werk umfasst das volle Spektrum der mensch- lichen Erkenntnis, entbehrt aber einer systematischen Ordnung und ist in viele Dialoge verstreut. In fast allen tritt sein Lehrer Sokrates auf. Allerdings ist darin auch Platons eigene Philosophie als eine Fort- entwicklung zu unterscheiden: Die Ideenlehre. Die Welt, die wir wahrnehmen, ist nur ver- änderliche Erscheinung. Die wahre, ewige Welt, an der die Erscheinungswelt nur teilhat, ist eine hierarchisch geordnete Ideenwelt. Ihr entsprechend hat der Weltbaumeister (Demiurg) das ursprüngliche Chaos der Materie gestaltet. Der Mensch ist ein Wesen, das beiden Welten an- gehört. Er ist aus Leib und Seele zusammengesetzt; der Leib vergeht, während die Seele mit den Ideen verwandt ist und deshalb unsterblich wiederkehrt. Alle Erkenntnis ist daher nur Wiedererinnerung. In Athen gründete Platon seine eigene Schule, die Akademie.

Aristoteles 384-322 v.C. Er brachte nahezu alle Bereiche des Wissens in eine wissenschaftliche Ordnung und wurde so zum Begründer und Impulsgeber der verschiedensten Wissenschaften. Er war für Jahrhunderte der Lehrer aller Philosophen. Im Gegensatz zu seinem Lehrer Platon, der die Ideen als eine Welt jenseits der Wirklichkeit vorstellte, fasste Aristoteles die Idee in der Wirklichkeit. Durch Ana- lyse der empirisch aufgenommenen Gegeben- heiten der Welt gelangt er zu den wahren, ur- sprünglichen Gedanken (Ideen). In seiner Meta- physik und Logik schuf er hierfür einen systema- tischen Begriffsapparat sowie eine Lehre der wissenschaftlichen Schlussfolgerung (Syllogismen). In praktischer Hinsicht lieferte sein Zögling Alex- ander der Große ein Zeugnis für die Größe seines Geistes. Wie Platon begründete auch Aristoteles eine eigene Schule, das Lykeion, seine Schüler nannte man Peripatetiker.



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