Philosophie des Empirismus

M.Grimsmann/L.Hansen 2008

Ausschnitt aus dem Poster "Die Geschichte der Philosophie"

Empirismus

Ausgehend von sinnlicher Wahrnehmung, durch Erfahrung und systematische Beobachtung wird "induktiv" auf allgemeine Gesetze, Kräfte und Prinzipien geschlossen. Auf das pragmatisch Nützliche ausgerichtet waren seine Vertreter meist Staatsphilosophen oder Naturforscher.

Francis Bacon 1561-1626 war der Wegbereiter des Empirismus. Er entwarf eine Enzyklopädie der gesamten Wissenschaft, die auf einer systematisch-induktiven Methode beruht. Ihm wird der Ausspruch: „Wissen ist Macht“ zugesprochen.

Hugo Grotius 1583-1645 legte Grundlagen zu einem modernen Völkerrecht.

Thomas Hobbes 1588-1679 leistete einen bedeutenden Beitrag zur politischen Philosophie. Die Alleinherrschaft des Staates muss den egoistischen Willen des Menschen bändigen, um den "Krieg aller gegen alle" (Naturzustand) zu überwinden.

John Locke 1632-1704 übte mit seinen Werken zur Erkenntnistheorie und Staatsphilosophie einen maßgeblichen Einfluss auf die Aufklärung aus. Er verwarf die Existenz angeborener Ideen. Unser Geist gleicht einer leeren Tafel (tabula rasa), denn alle Ideen entstehen erst aus der Erfahrung. Die Staatsmacht muss ihre Legitimation aus der Zustimmung des Volkes erhalten. Er forderte Gewaltenteilung und eine demokratische Monarchie.

Pufendorf 1632-1694 setzt keinen natür- lichen Egoismus, sondern einen Trieb des Menschen zur Geselligkeit und innere Moralgesetze voraus, die zu Staatsgesetzen erhoben werden sollen.

Newton 1642-1727 wendet die Lockesche Philosophie auf die Naturwissenschaften an.



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