Philosophie der individuellen Substanz

M.Grimsmann/L.Hansen 2008

Ausschnitt aus dem Poster "Die Geschichte der Philosophie"

Individuelle Substanz

Synthese der Vielheit des Empirismus und der Einheit des Rationalismus.

Leibniz Gottfried Wilhelm 1646-1716 vereinigte die Prinzipien der allgemeinen Substanz und der Individualität, indem er substantielle Einzelwesen zum Prinzip alles Seienden macht. Diese "Monaden" entstehen und vergehen nur in Gott als der "Monade der Monaden". Die Monaden haben keinen Einfluss aufeinander, sondern stehen in einer vorbestimmten Ordnung (prästabilierte Harmonie). So ist also auch keine bessere Welt möglich und das Übel notwendig, wie er in seiner Rechtfertigung Gottes (Theodizee) ausführt. Als einer der größten Universalgelehrten hat er sich in vielerlei Fächern Verdienste erworben (z.B. durch die Entwicklung der Differentialrechnung).

Christian Wolff 1679-1754 wurde als "Lehrer der Deutschen" geehrt. Sein Werk systematisiert, erweitert und erklärt die Leibniz'sche Philosophie. Aufgrund seiner pedantischen Manier der Beweisführung zog er sich jedoch auch heftige Verspottungen zu.

Moses Mendelssohn 1729-1786 u. a. suchten die Leibniz-Wolff'sche Philosophie allgemeinverständlich darzustellen (Populärphilosophie).



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