Einteilungen des Geistes

 

endlicher, 
menschlicher Geist      

unendlicher,
göttlicher Geist

subjektiver

objektiver

absoluter

innermenschlicher

zwischenmenschlicher

übermenschlicher

 innerliche Freiheit

Freiheit als Gesetze, Institutionen

Freiheit als Schönheit, Wahrheit

Möglichkeit

Notwendigkeit

Freiheit

Begriff

Realität

Idee

an sich

für sich

anundfürsich

unmittelbar

gesetzt

gesetzt u. unmittelbar

 

Weltgeist

 

 

zweite Natur

 

Allgemeinheit ?

Besonderheit ?

Einzelheit ?

  

[Hegel Originaltext mit Kommentar [...] von Grimsmann/Hansen März 2003]

Die Entwicklung des Geistes ist, daß er

1. in der Form der Beziehung auf sich selbst [A] ist,
innerhalb seiner ihm die ideelle Totalität der Idee [wird],
d. i. daß das, was sein Begriff ist, für ihn wird
und ihm sein Sein dies ist, bei sich, d. i. frei zu sein,
- subjektiver Geist;

2. in der Form der Realität [B]
als einer von ihm hervorzubringenden und hervorgebrachten Welt[ist],
in welcher die Freiheit als vorhandene Notwendigkeit ist,
- objektiver Geist;

3. in an und für sich seiender und ewig sich hervorbringender Einheit [E]
der Objektivität des Geistes und seiner Idealität oder seines Begriffs [ist],
der Geist in seiner absoluten Wahrheit,
- der absolute Geist.                                  § 385
 

 Solange der Geist in der Beziehung auf sich als auf ein Anderes steht,
ist er nur der subjektive, der von der Natur herkommende Geist
und zunächst selbst Naturgeist.
 
Die ganze Tätigkeit des subjektiven Geistes geht aber darauf aus,
sich als sich selbst zu erfassen,
sich als Idealität seiner unmittelbaren Realität zu erweisen.
 
Hat er sich zum Fürsichsein gebracht, so ist er nicht mehr bloß subjektiver,
sondern objektiver Geist.
 
Während der subjektive Geist wegen seiner Beziehung auf ein Anderes
noch unfrei oder, was dasselbe, nur an sich frei ist,
kommt im objektiven Geiste die Freiheit,
das Wissen des Geistes von sich als freiem zum Dasein.
 
Der objektive Geist ist Person
und hat als solche im Eigentum eine Realität seiner Freiheit;
denn im Eigentum wird die Sache als das, was sie ist,
nämlich als ein Unselbständiges und als ein solches gesetzt,
das wesentlich nur die Bedeutung hat,
die Realität des freien Willens einer Person
und darum für jede andere Person ein Unantastbares zu sein.
 
Hier sehen wir ein Subjektives, das sich frei weiß,
und zugleich eine äußerliche Realität dieser Freiheit;
der Geist kommt daher hier zum Fürsichsein,
die Objektivität des Geistes zu ihrem Rechte.
 
So ist der Geist aus der Form der bloßen Subjektivität herausgetreten.
 
Die volle Verwirklichung jener im Eigentum noch unvollkommenen,
noch formellen Freiheit,
die Vollendung der Realisation des Begriffs des objektiven Geistes
wird aber erst im Staate erreicht,
in welchem der Geist seine Freiheit zu einer von ihm gesetzten Welt,
zur sittlichen Welt entwickelt.
 
Doch auch diese Stufe muß der Geist überschreiten.
 
Der Mangel dieser Objektivität des Geistes besteht darin,
daß sie nur eine gesetzte ist.
 
Die Welt muß vom Geiste wieder frei entlassen,
das vom Geist Gesetzte zugleich als ein unmittelbar Seiendes gefaßt werden.
 Dies geschieht auf der dritten Stufe des Geistes,
auf dem Standpunkt des absoluten Geistes,
d.h. der Kunst, der Religion und der Philosophie.
                                                                                Zusatz. § 385
 

Die zwei ersten Teile der Geisteslehre befassen den endlichen Geist.
§ 386

Siehe auch:



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