Wachstum

Hegel (Naturphilosophie)

Die zweite Form: Die Pflanze vergrößert sich, indem sie gleichartige Teile hinzufügt --- Blatt an Blatt, Trieb an Trieb.

Bei Hegel

Enz. Bd. 2, § 346

Querverweise

Teilung · Knospenbildung

Der unterschied zum tierischen wachstum

Das Tier wächst als Ganzes und ändert dabei seine Gestalt; die Pflanze reiht an. Daran hängt, was Hegel über ihre Individualität sagt.

Goethes bestimmung, die hegel übernimmt

Er habe „mit großem Natursinn das Wachstum der Pflanzen als Metamorphose eines und desselben Gebildes bestimmt“ --- alle Formen seien „nur äußerliche Umbildungen eines und desselben identischen Grundwesens“. Und Hegel notiert, wie die Fachwelt reagierte: Die Botaniker seien gegen die Schrift „gleichgültig gewesen und wußten nicht, was sie damit machen sollten, eben weil ein Ganzes darin dargestellt wurde“.

Und sein einwand

„Die Metamorphose ist aber nur die eine Seite, welche das Ganze nicht erschöpft; man muß auch auf den Unterschied der Gebilde aufmerksam sein, mit dem erst der eigentliche Prozeß des Lebens hervortritt.“ Goethe sehe die Einheit, nicht die Differenz --- er fasse den Unterschied „nur als ein Ausdehnen oder Zusammenziehen“.

In den ersten auflagen

1817 § 267

Im buch

Kap. 23

Systematischer ort

23212