Akzidenz
Hegel (Kernbegriff)
Das Wechselnde an einer Sache im Gegensatz zum Beharrenden, traditionell: die Eigenschaft gegenüber ihrem Träger (lat. *accidens*, das Hinzutretende; bei Aristoteles *symbebekos*). Hegels Wendung: "Die Substanz ist hiermit die Totalität der Akzidenzen, denen sie sich als deren absolute Negativität, d. i. als absolute Macht und zugleich als den Reichtum alles Inhalts offenbart" (Enz. § 151). Die Akzidenzien sind also nicht äußerlich an der Substanz, sondern deren eigene Unterscheidung: Sie setzt sie und nimmt sie zurück. Die Akzidenz "manifestiert den Reichtum der Substanz sowie deren Macht" (TWA 6, 306). Die Lesart dieses Kommentars: Macht heißt hier nicht Zwang, sondern dass etwas trägt (Kap. 7.5).
Nicht gemeint
Nicht bloß das Nebensächliche, das man auch weglassen könnte. Die Akzidenzien wechseln und vergehen, aber in ihrem Wechsel zeigt sich die Substanz --- sie ist nichts außer ihnen.
Bei Hegel
Enz. §§ 150-151; TWA 6, 306
Querverweise
Substanz; Wesen; Wirklichkeit; Eigenschaft
Nicht gemeint
Nicht bloß das Nebensächliche, das man auch weglassen könnte. Die Akzidenzien wechseln und vergehen, aber in ihrem Wechsel zeigt sich die Substanz --- sie ist nichts außer ihnen.
In den ersten auflagen
1817 §§ 97-99
Im kommentar zu hegels logik
[[kleine-logik:5.1]], [[kleine-logik:7.5]]
Systematischer ort
12331 --- Wesen → Wirklichkeit → Absolutes Verhältnis → Substanz und Akzidenzen