An-und-für-sich-Sein

Hegel (Kernbegriff)

Die entwickelte Einheit von An-sich-Sein und Für-sich-Sein: Etwas ist an und für sich, wenn es ist, was es seinem Begriff nach ist, und dies zugleich vollzieht. Eine eigene Stufe dieses Namens hat die Logik nicht; Hegel gebraucht "an und für sich" als Wendung und an einigen Stellen als Bestimmung. Schon vom Eins des Fürsichseins heißt es, die qualitative Bestimmtheit habe in ihm "ihr An-und-für-sich-Bestimmtsein erreicht" (Enz. § 98). Die reflektierten Bestimmungen der Wesenslogik "haben die Form des Anundfürsichseins" und machen sich "daher als die wesentlichen geltend" (TWA 6, 31). Der Begriff ist "in seiner Identität mit sich das an und für sich Bestimmte" (Enz. § 160), und aus seinem "An-und-für-sich-Bestimmtsein" begründet Hegel, warum er das schlechthin Konkrete ist (Enz. § 164).

Nicht gemeint

Nicht die Redewendung "an und für sich", mit der im Alltag eine Einschränkung eingeleitet wird ("an und für sich richtig, aber ..."). Und nicht das Beziehungslose, das für sich allein stünde: Was an und für sich ist, hat seine Beziehungen als seine eigenen in sich.

Bei Hegel

Enz. §96; § 98; § 160; § 164; TWA 6, 31

Querverweise

An-sich-Sein; Für-sich-Sein; Begriff; Freiheit

Nicht gemeint

Nicht die Redewendung "an und für sich", mit der im Alltag eine Einschränkung eingeleitet wird ("an und für sich richtig, aber ..."). Und nicht das Beziehungslose, das für sich allein stünde: Was an und für sich ist, hat seine Beziehungen als seine eigenen in sich.

In den ersten auflagen

1817 §§ 48-49

Im kommentar zu hegels logik

[[kleine-logik:1.11]], [[kleine-logik:9.4]]

Systematischer ort

1113 --- Sein → Bestimmtheit → Fürsichsein