Explizite Reflexion

Unsere Methodik

Der Begriff stammt von Johannes Heinrichs und bezeichnet das bewusste Nachdenken über Strukturen, die man im Denken bereits vollzieht. Sein Gegenbegriff ist die *implizite* Reflexion: das Vollziehen ohne Durchschauen. Zwei Beispiele: Ein Chemiker entwickelt die Theorie der Affinität und macht ausdrücklich, was er in der Praxis längst nutzte; ein Kind lernt in der Schule die Grammatik der Sprache, die es schon spricht. Für den Aufbau der Logik zählt, dass die explizite Reflexion die implizite voraussetzt: Die Wesenslogik durchschaut die Vermittlungen, die in der Seinslogik nur wirkten. Die Grenze: Explizieren erzeugt den Vollzug nicht, den es aufklärt.

Querverweise

Implizite Reflexion; Reflexion; Spirale; Performativ

Im kommentar zu hegels logik

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