Formalismus

Hegel (Kernbegriff)

Die Denkweise, die bei der Form stehenbleibt und den Inhalt für gleichgültig hält. Hegel gebraucht das Wort gegen die Schemaphilosophie seiner Zeit: Ein Gebrauch, der die Dreiheit "zum leblosen Schema" herabbringt, sei Formalismus; er meine "die Natur und das Leben einer Gestalt begriffen und ausgesprochen zu haben, wenn er von ihr eine Bestimmung des Schemas als Prädikat ausgesagt" (TWA 3, 48). Die Lesart dieses Kommentars wendet den Vorwurf auf Hegels eigene Figuren an. Dass jedes Moment einmal die Mitte eines Schlusses bilden kann, sieht nach einem Werkzeug aus. Nur ist die Arbeit getan, bevor die Figuren anfangen --- wer die Glieder wählt (Bürger, Wirtschaft, Staat oder Familie, Gesellschaft, Staat), hat die Analyse schon gemacht oder verfehlt. Die Figur stellt eine Behauptung dar, sie begründet sie nicht (Kap. 11.9a). Daraus die Regel: Eine Darstellungsform, die sich nicht bestreiten lässt, hat auch nichts behauptet.

Nicht gemeint

Nicht die Formalisierung, wie Mathematik und moderne Logik sie betreiben: Sie weiß, wovon sie absieht, und hat darin ihr Recht (Kap. 11.8). Formalismus heißt, das Absehen zu vergessen und die Form für die Sache auszugeben.

Bei Hegel

Phänomenologie des Geistes, Vorrede: TWA 3, 21 und 48-50

Querverweise

Formale Logik; Formell; Abstrakt / Konkret; Methode

Nicht gemeint

Nicht die Formalisierung, wie Mathematik und moderne Logik sie betreiben: Sie weiß, wovon sie absieht, und hat darin ihr Recht (Kap. 11.8). Formalismus heißt, das Absehen zu vergessen und die Form für die Sache auszugeben.

Im kommentar zu hegels logik

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