Idealität

Hegel (Kernbegriff)

Ideell ist, was nur als Moment eines Ganzen besteht. Der Ausdruck ist Hegels Gegenbegriff zum Für-sich-Bestehenden und keine Abwertung: Ideell heißt nicht unwirklich, sondern unselbständig. In der Seinslogik ist das Endliche ideell: Im Unendlichen ist es "eine Bestimmung, Inhalt, der unterschieden, aber nicht selbständig seiend, sondern als Moment ist" (TWA 5, 165). Seine Wahrheit ist nicht es selbst, sondern die Bewegung, in der es mit sich zusammengeht; Hegel sagt dazu: "Diese Idealität des Endlichen ist der Hauptsatz der Philosophie" (Enz. § 95 Anm.). In der Begriffslogik sind Allgemeines, Besonderes und Einzelnes ideell. Der Test dafür ist einfach: Verschiedene bleiben, was sie sind, wenn man eines von ihnen streicht; Begriffsmomente nicht.

Nicht gemeint

Nicht das Ideal, das Vorbildliche, dem eine Sache nachstreben soll. Und nicht eine zweite Sphäre neben der Realität: Die Idealität ist "nicht etwas, das es außer und neben der Realität gibt", sondern deren Wahrheit (Enz. § 96 Zus.).

Bei Hegel

Enz. §95 Anm.; WdL: TWA 5, 165.

Querverweise

Idealismus; Moment; Aufhebung; Unendlichkeit (wahrhafte)

Nicht gemeint

Nicht das Ideal, das Vorbildliche, dem eine Sache nachstreben soll. Und nicht eine zweite Sphäre neben der Realität: Die Idealität ist "nicht etwas, das es außer und neben der Realität gibt", sondern deren Wahrheit (Enz. § 96 Zus.).

In den ersten auflagen

1817 §§ 47-48

Im kommentar zu hegels logik

[[kleine-logik:1.8]], [[kleine-logik:1.11]], [[kleine-logik:9.5]]

Systematischer ort

1112 --- Sein → Bestimmtheit → Dasein