Innerlichkeit / Äußerlichkeit (Inneres und Äußeres)

Hegel (Wesenslogik, drittes wesentliches Verhältnis)

Das höchste der drei wesentlichen Verhältnisse (nach Ganzes/Teile und Kraft/Äußerung). Inneres und Äußeres sind keine getrennten Bereiche, sondern konstituieren sich wechselseitig: Das Innere IST nichts ohne sein Äußeres (ein nie geäußerter Gedanke ist kein Gedanke), das Äußere IST nichts ohne sein Inneres (ein Handeln ohne Intention ist bloßes Zucken). "Was inwendig ist, ist auch auswendig" --- das ist keine banale Behauptung, sondern die Einsicht, dass beide denselben Inhalt haben, nur in verschiedener Form.

Herkunft

Traditionell: Trennung (Innen vs. Außen, Seele vs. Körper). Bei Hegel: Wechselseitige Konstitution --- die Trennung ist nur der Ausgangspunkt, der sich aufhebt.

Bei Hegel

Enz. §138-141; WdL Bd. 2, Erscheinung

Querverweise

Wesen · Erscheinung · Wirklichkeit · Kraft/Äußerung · Korrespondenzproblem

Der übergang zur wirklichkeit

Wenn Inneres und Äußeres vollständig wechselseitig konstituiert sind, ist ihr Unterschied aufgehoben --- wir sind bei der Wirklichkeit (Kap. 7).