Magnetismus
Hegel (Kernbegriff)
Der Magnetismus ist bei Hegel ein Gegenstand der Naturphilosophie (Enz. §§ 312-315); in der Logik dient er als Anschauung. Hegel selbst gebraucht den zerschnittenen Magneten für den Gegensatz: "Schneidet man einen Magnet auseinander, so hat man nicht an dem einen Stück den Nordpol und am anderen den Südpol" (Enz. § 119 Zus. 1); den Magneten, der in seinem Indifferenzpunkt die Pole zusammenschließt, nennt er eine "ohnmächtige Darstellung des Schlusses" (§ 24 Zus. 2). Die Lesart dieses Kommentars setzt dasselbe Bild beim Schritt vom Mechanismus zum Chemismus ein: Der Nordpol ist nur Nordpol im Verhältnis zum Südpol --- mehr als mechanische Gleichgültigkeit und noch keine Verwandlung. Das Beispiel illustriert und beweist nicht. Der logische Grund des Übergangs ist ein anderer: Im absoluten Mechanismus verdanken die Objekte ihre Selbständigkeit dem Verhältnis, in dem sie stehen --- und ein solches Objekt nennt Hegel different (Enz. § 199).
Bei Hegel
Enz. §§ 312-315 (Naturphilosophie); § 119 Zus. 1 (der zerschnittene Magnet beim Gegensatz); § 24 Zus. 2 (der Magnet als Darstellung des Schlusses); zum logischen Übergang Enz. §199.
Querverweise
Mechanismus; Chemismus; Gleichgültigkeit
In den ersten auflagen
1817 §§ 236, 239
Im kommentar zu hegels logik
[[kleine-logik:13.5]]
Systematischer ort
1321 --- Begriff → Objektivität → Mechanismus