Metaphysik
Hegel (Kernbegriff)
Metaphysik heißt traditionell die Lehre von dem, was allem Seienden zugrunde liegt. Hegel gebraucht das Wort doppelt. Einmal nennt er die Logik selbst "die eigentliche Metaphysik" --- sie behandelt die Bestimmungen, die in jedem Denken schon im Spiel sind. Zum andern sagt er, die objektive Logik trete an die Stelle der vormaligen Metaphysik: Sie ersetzt das Verfahren, das von unreflektierten Gegensätzen ausging und über die Welt Sätze aufstellte, ohne seine eigenen Mittel zu prüfen. Die Lesart dieses Kommentars: Für den Streit, ob Hegels Logik selbst eine dogmatische Metaphysik sei, zählen drei Befunde: Sie handelt ausdrücklich im abstrakten Element des Denkens; die *Phänomenologie* beginnt bei der sinnlichen Gewissheit; die *Enzyklopädie* endet mit drei Schlüssen, die einander vermitteln, ohne absoluten Anfangspunkt. Hegels Text lässt beide Lesarten zu; die metaphysische ist nicht zwingend.
Nicht gemeint
Nicht gemeint ist, dass "Metaphysik" bei Hegel stets die alte Schulmetaphysik meine, die mit festen Verstandesbestimmungen über Seele, Welt und Gott urteilte (Enz. §§ 26-36): Die nennt er die vormalige; die Logik ist Metaphysik in einem neuen Sinn. Ob diese hinter der Welt ein wahres Sein behauptet, ist umstritten; die Lesart dieses Kommentars verneint es (Kap. 19.2).
Bei Hegel
Enz. §§ 26-36 (Stellungen des Gedankens zur Objektivität), §§ 574-577; TWA 5, 15 und 61.
Querverweise
Logik; Wesen; Rekonstruktive Lesart
Nicht gemeint
Nicht gemeint ist, dass "Metaphysik" bei Hegel stets die alte Schulmetaphysik meine, die mit festen Verstandesbestimmungen über Seele, Welt und Gott urteilte (Enz. §§ 26-36): Die nennt er die vormalige; die Logik ist Metaphysik in einem neuen Sinn. Ob diese hinter der Welt ein wahres Sein behauptet, ist umstritten; die Lesart dieses Kommentars verneint es (Kap. 19.2).
Im kommentar zu hegels logik
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