Negativität
Hegel (Kernbegriff)
Negativität ist der Motor der Logik: Jede Stufe verfehlt ihren eigenen Begriff und kommt darum nicht zur Ruhe. Sie ist keine Kraft von außen, sondern der Name dafür, dass eine Bestimmung an sich selbst scheitert --- das Quantum kommt im Weiterzählen nicht an, jeder erreichte Zweck ruft einen weiteren hervor. In der Schlusslehre nimmt sie eine besondere Gestalt an: Die Bedingungen eines hypothetischen Schlusses sind ein zerstreutes Material; diese Negativität ist das Vermittelnde und bestimmt sich als Tätigkeit --- die Mitte ist keine Eigenschaft mehr, sondern ein Tun. Die Lesart dieses Kommentars sieht in ihr zugleich eine Grenze. Schon im Für-sich-Sein nennt Hegel die Versöhnung ein "Ablassen von der Negativität" des Fürsichseins: die Anerkennung dessen, gegen das sich das negative Verhalten richtet, als des eigenen Wesens (TWA 5, 192). Der Kommentar liest die Stelle als Regel: Wo das Andere das eigene Wesen ist, muss die Negativität zurückgenommen werden (Kap. 18.2).
Nicht gemeint
Nicht Negativität im Sinn von Schwarzseherei oder Zerstörungslust, und keine Kraft, die von außen anstößt. Der Ausdruck benennt, dass eine Bestimmung an sich selbst scheitert und darum nicht zur Ruhe kommt.
Bei Hegel
Die Versöhnung "ist nur als Ablassen von der Negativität seines Fürsichseins, statt an ihm festzuhalten" (TWA 5, 192); "diese Negativität ist das Vermittelnde, die freie Einheit des Begriffes. Sie bestimmt sich als Tätigkeit" (TWA 6, 396).
Querverweise
Negation; Ablassen von der Negativität; Freiheit unter Freien
Nicht gemeint
Nicht Negativität im Sinn von Schwarzseherei oder Zerstörungslust, und keine Kraft, die von außen anstößt. Der Ausdruck benennt, dass eine Bestimmung an sich selbst scheitert und darum nicht zur Ruhe kommt.
Im kommentar zu hegels logik
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