Organismus

Hegel (Kernbegriff)

Der Organismus ist der Fall, an dem innere Zweckmäßigkeit sichtbar wird: Jedes Organ ist Mittel für das Ganze und zugleich von ihm erhalten. In der äußeren Zweckmäßigkeit wird das Mittel verbraucht; hier sind die Organe Momente, die den Zusammenhang erhalten, der sie erhält. Damit endet die schlechte Unendlichkeit der Zwecke, in der jedes Resultat ein weiteres verlangt. Die Lesart dieses Kommentars: Ein Bewusstsein gehört dazu nicht. Ein Organismus muss seinen Zweck nicht wissen, um innerer Zweck zu sein; wer Teleologie und Leben über das Bewusstsein unterscheidet, verfehlt gerade den Übergang, um den es geht. Weiterführung: Als Modell für anderes ist der Organismus mit Vorsicht zu gebrauchen. Wer die Wirtschaft wie einen Organismus behandelt, vergisst, dass die Menschen es sind, die leben.

Bei Hegel

Enz. §§ 216-222, §§ 337-376; zur inneren Zweckmäßigkeit TWA 6, 435-460.

Querverweise

Leben; Innere Zweckmäßigkeit; Selbstzweck

In den ersten auflagen

1817 §§ 164-169

Im kommentar zu hegels logik

[[kleine-logik:15.4]], [[kleine-logik:16.1]], [[kleine-logik:16.2]]

Systematischer ort

1331 --- Begriff → Die Idee → Das Leben