Syllogismus

Allgemein-philosophisch

Die auf Aristoteles zurückgehende Schlussform: zwei Prämissen, ein Schlusssatz, drei Begriffe. "Alle Menschen sind sterblich; Sokrates ist ein Mensch; also ist Sokrates sterblich." Hegel nennt diese Form den Schluss des Daseins und behandelt sie als die ärmste. Sein Einwand ist nicht, dass sie ungültig wäre, sondern dass ihre Gültigkeit nichts erklärt. Was die formale Logik als Erfolg verbucht --- dass die Form vom Inhalt absieht ---, ist für ihn der Punkt, an dem die Arbeit erst anfängt. "Schluss" reicht bei ihm weiter: Er bezeichnet jede Gestalt vermittelter Einheit, auch wo niemand etwas folgert.

Bei Hegel

Enz. §§ 182-189 (Schluss des Daseins), besonders § 183 Anm. zur Zufälligkeit des Mittelbegriffs.

Querverweise

Schluss; Schlusssystem; Allgemeines · Besonderes · Einzelnes (A-B-E-Struktur)

In den ersten auflagen

1817 §§ 129-136

Im kommentar zu hegels logik

[[kleine-logik:11.3]], [[kleine-logik:11.8]]