Unselbständige Momente
Hegel (Methode)
Bestimmungen, die nicht für sich bestehen, sondern nur als Seiten eines Ganzen. Der Test des Kommentars (Kap. 9.5): Nehmen Sie eine weg. Bleibt der Rest, was er war, sind es Verschiedene --- ein Tisch bleibt ein Tisch, ob es Stühle gibt. Verändert sich alles andere mit, sind es Momente. Die Bewegung von Selbständigen zu Momenten kehrt bei Hegel wieder. Im Fürsichsein scheinen Repulsion und Attraktion noch zwei Bestimmungen zu sein, die einander gegenüberstehen --- als "Kräfte" gefasst, verfehlt man sie nach Hegel gerade (Enz. § 98 Anm.); in der Quantität sind daraus Kontinuität und Diskretion geworden, die sich nicht mehr trennen lassen. Ebenso die Begriffsmomente: Das Allgemeine ist nicht ein Teil neben Besonderem und Einzelnem, sondern der ganze Begriff in dieser Bestimmtheit (Kap. 9.5). "Moment" meint dabei keinen Zeitpunkt, sondern stammt nach Hegel aus der Mechanik: "Gewicht und Entfernung von einem Punkt heißen beim Hebel dessen mechanische Momente", weil sie bei aller Verschiedenheit dieselbe Wirkung haben (TWA 5, 114).
Bei Hegel
Enz. §98; WdL, Die Quantität.
Querverweise
Moment; Totalität; Kontinuität; Diskretion
In den ersten auflagen
1817 §§ 50-51
Im kommentar zu hegels logik
[[kleine-logik:1.11]], [[kleine-logik:2.1]], [[kleine-logik:9.5]]