Weise, das Andere zu haben
Unsere Methodik
Die Leitfrage, an der sich die ganze Logik entlanglesen lässt: Wie hat eine Kategorie ihr Anderes? Nicht, welche Eigenschaften ihr zukommen, sondern wie sie sich zu dem verhält, was sie nicht ist. Die Logik kennt vier solche Weisen, und sie bilden eine Reihe: das *Übergehen* im Sein (das Erste verschwindet, das Andere tritt auf), das *Scheinen* im Wesen (beide bleiben und bestimmen einander, keines ist bei sich), die *Entwicklung* im Begriff (das Unterschiedene ist als identisch mit dem Ganzen gesetzt), das *Entlassen* am Ende (die absolute Idee gibt ihr Anderes frei). Die Reihe ist zugleich eine Stufung der Freiheit. Zwei Figuren stehen daneben, innerhalb der Idee: das *Übergreifen* als Machtseite, begrenzt auf das Gefälle, mit dem Hegel es begründet (Kap. 16.1a), und die *Freiheit unter Freien* als offene Stelle --- die Weise, das Andere zu haben, wenn das Andere seinerseits ein Anderes hat; die Logik führt sie nicht aus (Kap. 18.2).
Bei Hegel
"Die abstrakte Form des Fortgangs ist im Sein ein Anderes und Übergehen in ein Anderes, im Wesen Scheinen in dem Entgegengesetzten, im Begriffe die Unterschiedenheit des Einzelnen von der Allgemeinheit, welche sich als solche in das von ihr Unterschiedene kontinuiert und als Identität mit ihm ist" (Enz. §240). Zum Entlassen § 244; zum Übergreifen TWA 6, 482 und 552.
Querverweise
Verhältnisweise; Übergang; Scheinen; Entwicklung; Entlassen; Übergreifen; Freiheit unter Freien
In den ersten auflagen
1817 §§ 187-188
Im kommentar zu hegels logik
[[kleine-logik:0]], [[kleine-logik:4a]], [[kleine-logik:8a.2]], [[kleine-logik:15a]], [[kleine-logik:16.1a]], [[kleine-logik:18.2]]