Zweck

Hegel (Kernbegriff)

Nicht bloß eine Absicht im Kopf, sondern eine Struktur: ein Allgemeines, das sich Mittel gibt und sich in ihnen verwirklicht. Er vereinigt, was Mechanismus und Chemismus getrennt hatten: Wie das mechanische Objekt ist er "in sich beschlossene Totalität", und wie im Chemismus bezieht er sich auf ein Gegenüber (Enz. § 194 Zus.). Nur was in sich bestimmt ist, kann einen Zweck haben; nur was sich auf anderes richtet, kann ihn ausführen. Er setzt sich selten unmittelbar durch, sondern stellt die Eigengesetzlichkeit der Objekte in seinen Dienst --- die List der Vernunft (Kap. 15.3). Verbraucht wird das Mittel: "das Mittel wird verbraucht, weil der Zweck mit außerlicher Objectivität zu thun hat" (Nachschrift Kehler, Kolleg 1825, zu § 158: GW 23.1, S. 397 f.). Auch der Inhalt steht schon hier zur Frage: Ein beschränkter Inhalt macht die Zwecke "der Unendlichkeit des Begriffes unangemessen und zur Unwahrheit" (TWA 6, 457).

Nicht gemeint

Nicht nur die Absicht, die jemand im Kopf hat --- der logische Zweckbegriff reicht über bewusste Absichten hinaus und schließt sie ein ---, und nicht der Zweck, der die Mittel heiligt. Der Zweck ist eine Struktur --- ein Allgemeines, das sich Mittel gibt ---, und was er taugt, entscheidet sein Inhalt: Ein beschränkter Inhalt macht ihn dem Begriff unangemessen.

Bei Hegel

Enz. §§ 204-206; RPh §§ 8 f. (der Wille gibt sich einen Inhalt als Zweck), § 122 (die Absicht).

Querverweise

Teleologie; Mittel; Werkzeug; Totalität; Angemessenheit

Nicht gemeint

Nicht nur die Absicht, die jemand im Kopf hat --- der logische Zweckbegriff reicht über bewusste Absichten hinaus und schließt sie ein ---, und nicht der Zweck, der die Mittel heiligt. Der Zweck ist eine Struktur --- ein Allgemeines, das sich Mittel gibt ---, und was er taugt, entscheidet sein Inhalt: Ein beschränkter Inhalt macht ihn dem Begriff unangemessen.

In den ersten auflagen

1817 §§ 153-156

Im kommentar zu hegels logik

[[kleine-logik:15.1]], [[kleine-logik:15.3]]

Systematischer ort

1323 --- Begriff → Objektivität → Teleologie