Versteinerung des Lebendigen und Verlebendigung des Mineralischen
M.Grimsmann/L.Hansen Mai 2006
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Man könnte meinen, diese Abbildungen zeigen versteinerte Pflanzen.
Dem ist aber nicht so, bei den abgebildeten "Dendritenachaten"
handelt es sich um Eisen-, Mangan- u.a. Rückstände.
Hegel nennt solche Gebilde u.a. "Totgeburten" und unterscheidet sie
von Fossilien,
also von versteinerten ehemaligen Lebewesen.
In seiner Naturphilosophie zeigt Hegel u.a. auf,
daß das Mineralische der Erde und das Lebendige der Pflanze und des Tieres
nicht streng voneinander geschiedene Reiche sind, sondern das eine in das andere
übergeht.
In seinen Ausführungen zur Gesteinsbildung entwickelt Hegel so die verschiedenen
Gesteinsformationen
als Umbildungen des Urgesteins (Granit), welche in ihrer Spitze an das Organische
heranreichen.
Das soll nicht heißen, daß Hegel meint, die Steine würden lebendig werden,
sondern, daß das mineralogische aus sich Formen entwickelt, die den lebendigen
ähnlich sind.
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Aus Hegels Naturphilosophie:
Das Urgebirge bildet sich heraus, bis wo es seine mineralische Beschaffenheit verliert,Solche und ähnliche Aussagen haben viele Vorurteile erzeugt
und Hegels Naturphilosophie als "Mystizismus" oder "Schwärmerei" in Mißkredit
gebracht,
insbesondere deshalb, weil man sie einseitig aus dem Zusammenhang herausriß.
So ging in unserem Beispiel die Verdrehung so weit, das man behauptete,
Hegel leugne Versteinerungen von Pflanzen und Tieren überhaupt.
Diese Behauptung zeugt jedoch zumindest von völliger Unkenntnis,
wenn nicht gar von böswilliger Unterstellung,
denn Hegel spricht im selben Abschnitt ebensowohl von Fossilien,
die er aber von den Gesteinsformationen zu unterscheiden weiß.
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Die Unterscheidung, welche Hegel hier macht, ist also vollkommen berechtigt,
als sich tatsächlich organisch geformtes Gestein findet, welches nachweislich
keine Versteinerung ist.
Auch wird Hegels Behauptung von der Notwendigkeit solcher Phänomene
durch mechanische, physikalische, chemische Kausalitäten nicht widerlegt.
Alle bisherigen Bildbeispiele zeigen pflanzliche Präformationen,
für tierische konnten wir nur diesen "Pyritsonne" als Beispiel
finden:

nochmal in groß:





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