tierischer Lebensprozeß

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[Hegel-Originaltext. Auswahl und Anmerkungen [...] von M.Grimsmann und L.Hansen, Dez.2001
Abkürzungen für Quellangaben siehe Info]

 


§ 352

- Der Organismus ist daher zu betrachten
a) als die individuelle Idee,
die in ihrem Prozesse sich nur auf sich selbst bezieht

und innerhalb ihrer selbst sich mit sich zusammenschließt,
- die Gestalt;

b) als Idee, die sich zu ihrem Anderen,
ihrer unorganischen Natur verhält und sie ideell in sich setzt,
- die Assimilation;

c) die Idee, als sich zum Anderen,
das selbst lebendiges Individuum ist,
und damit im Anderen zu sich selbst verhaltend,
- Gattungsprozeß.

 

Zusatz. § 352
...
Diese Totalitäten bringen, als bestimmte,
in ihrem Übergehen das Ganze, das jedes System an sich ist,
als eines, als Subjekt hervor.

Der erste Prozeß ist der des sich auf sich beziehenden,
sich verleiblichenden Organismus,
der das Andere an ihm selbst hat,
während der zweite, der gegen die unorganische Natur,
d. h. gegen sein Ansich als ein Anderes gerichtete,
das Urteil des Lebendigen, der tätige Begriff desselben ist;
der dritte ist der höhere,
nämlich der der Einzelheit und der Allgemeinheit,
des Individuums gegen sich als Gattung,
mit der es an sich identisch ist.


- Im vollkommenen Tier, im menschlichen Organismus,
sind diese Prozesse am vollständigsten
und deutlichsten ausgebildet;
an diesem höchsten Organismus
ist also überhaupt ein allgemeiner Typus vorhanden,
in dem und aus dem die Bedeutung des unentwickelten Organismus
erst erkennbar ist und an ihm entwickelt werden kann.

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