Scholatische Philosophie

M.Grimsmann/L.Hansen 2008

Ausschnitt aus dem Poster "Die Geschichte der Philosophie"

Scholastische Philosophie

Sie setzte die durch die Kirchenväter (z.B. Augustinus) aufgestellten christlichen Glaubenslehren (Dogmen) voraus und versuchte diese durch die griechische Philosophie, welche sie von den Arabern erhielt, zu bestätigen. Im Bestreben, die Wahrheit des Glaubens zu beweisen, entwickelte sie eine auf Aristotelische Logik und Methode basierende systematische Theologie. Die Scholastiker waren berühmt für ihre strenge Disputationskunst. Ein Hauptgegensatz war der "Universalienstreit": Die "Realisten" behaupteten, dass allgemeinen Begriffen (Universalien) wahrhafte Wirklichkeit zukommt (z.B. Anselm von Canterbury 1033-1109, er führte den "ontologischen Gottesbeweis"), wogegen die "Nominalisten" dies verneinten (z.B. Johannes Roscelin ~1050-1124 und William von Ockham 1285-1349). Pierre Abaelard 1079-1142 wendete strenge logische Regeln an, um Glaubensfragen zu entscheiden. Alexander von Hales 1185-1245 und Albertus Magnus 1206-1280 beschäftigten sich eingehend mit Aristoteles. Thomas von Aquin 1225-1274 verdanken wir eine methodische Darstellung des kirchlichen Lehrbegriffs.

Spätscholastik und Mystiker:

Roger Bacon 1214-1292 gilt als erster Naturforscher; Raimundus Lullus 1232-1316 entwickelte die "Lullische Kombinations-kunst"; Johannes (Meister) Eckhart 1260-1327 lehrte die Einheit der Seelen mit Gott (unio mystica); Johannes Duns Scotus 1266-1308 betonte die Willensfreiheit der Menschen; Raimund v. Sabunde ~1450 suchte die christlichen Glaubensgeheimnisse aus der Natur abzuleiten.



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