Philosophie der Aufklärung

M.Grimsmann/L.Hansen 2008

Ausschnitt aus dem Poster "Die Geschichte der Philosophie"

Französische Aufklärung

In Frankreich radikalisierte und politisierte sich die Aufklärung und wurde zu einer Ursache für die Revolution. Die französischen Philosophen übten scharfe Kritik an der Autorität der Kirche und den Zuständen des absolutistischen Staates. Abstrakte Grundsätze (Freiheit, Gleichheit ...) bilden den Ausgangspunkt ihrer Überlegungen.

Montesquieu 1689-1755 forderte Gewaltenteilung. Voltaire 1694-1778 rief zur Revolution gegen die Priesterschaft auf.

Jean-Jacques Rousseau 1712-1778 konzipierte den Staat als freie Einwilligung der Bürger zu einem Gesellschaftsvertrag. Französischer Materialismus:

Denis Diderot 1713-1784 und d’Alembert 1717-1783 waren maßgeblich an dem Bildungsprojekt der "Enzyklopädie" beteiligt.

Helvétius 1715-1771 setzte die Selbstliebe als Grund der Tugend.

D'Holbach 1723-1789 entwarf das "System der Natur".

Britische Aufklärung

Ausgehend vom Locke'schen Empirismus bildeten sich verschiedene Ansätze:

George Berkeley 1685-1753 bestreitet die Existenz einer objektiven Welt (radikaler subjektiver Idealismus). Alle Dinge sind nur Vorstellungen des einzelnen, subjektiven Bewusstseins: “Sein heißt Wahrgenommenwerden”

David Hume's 1711-1776 Skeptizismus behauptet die Unmöglichkeit aller Erkenntnis. Er leugnet alle Notwendigkeit und Allgemeinheit; nur die Gewohnheit lässt uns Kausalität und Substantialität annehmen. Aufklärung des gesunden Menschenverstandes:

Thomas Reid 1710-1796, James Oswald 1703-1793 und James Beattie 1735-1803 behaupteten gegen Hume uner- weisliche Grundwahrheiten als Tatsachen des "common sense". Z.B. das Sein Gottes, den Gemeinsinn der Menschen und unmittelbar gewisse moralische Grundsätze.



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