11332
Indifferenz als umgekehrtes Verhältnis
?- 0 Hegels 'System der Wissenschaft'
- 1 Logik (Wissenschaft des Denkens)
- 2 Natur (Wissenschaft des Materiellen)
- 3 Geist (Wissenschaft des Menschlichen)
- 11 Sein (Unmittelbarkeit, Ontologie)
- 12 Wesen (Vermittlung, Reflexion, Metaphysik)
- 13 Begriff (Selbstvermittlung, klassische Logik, Epistemologie)
- 111 Bestimmtheit (Qualität)
- 112 Größe (Quantität)
- 113 Maß (qualitative Quantität)
- 1131 Spezifische Quantität
- 1132 Reales Maß
- 1133 Werden des Wesens
- 11331 Absolute Indifferenz
- 11332 Indifferenz als umgekehrtes Verhältnis
- 11333 Übergang ins Wesen
Indifferenz
Zur Glossarübersicht · ↑ Seitenanfang
Gleichgültigkeit oder Ununterschiedenheit. Der Ausdruck bezeichnet bei Hegel Verschiedenes, je nach Stelle. 1. <strong>Absolute Indifferenz</strong> (Seinslogik, Ende der Maßlehre, Kap. 3.8) — der Umschlagpunkt zur Wesenslogik. Die Reihe der Maße bringt ein Substrat hervor, das sich gegen seine einzelnen Maßbestimmungen gleichgültig verhält: in allen dasselbe, in keiner erschöpft. Damit ist kein weiteres Maß erreicht, sondern das, <em>woran</em> die Maße Maße sind — das erste Gesetzte, und damit der Eintritt in die Wesenslogik. 2. <strong>Gleichgültigkeit der Quantität</strong> (Kap. 2) — die Bestimmtheit ist der Sache gleichgültig geworden; darauf beruht die Mathematisierbarkeit. 3. <strong>Indifferenz im Mechanismus</strong> (Kap. 14.2) — die Objekte bleiben in der Wechselwirkung innerlich unverändert; im Chemismus wird sie durch Affinität aufgehoben (Kap. 15.1).
Herkunft: Gleichgültigkeit; Maß; Mechanismus; Chemismus; Unterschied
Bei Hegel: WdL Bd. 1 (absolute Indifferenz, Ende der Maßlehre); Enz. §115 (Wesen)
Siehe auch: Maß, Maßloses, Wesen, Mechanismus