Eduard Gans (1797–1839) war Rechtsphilosoph und der entscheidende Organisator der Hegelschen Schule. Ohne ihn hätte sie keine institutionelle Basis gehabt.
1826/27 war er maßgeblich an der Gründung der Sozietät für wissenschaftliche Kritik beteiligt und wurde ihr Generalsekretär. Die Sozietät und ihre Jahrbücher für wissenschaftliche Kritik wirkten wie eine hegelianisch geprägte Gegenakademie zur Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften, in die Hegel nicht aufgenommen worden war — ohne bloß Parteiorgan zu sein, denn auch nicht-hegelianische Mitarbeiter schrieben darin.
Nach Hegels Tod gehörte Gans zum Kern des Vereins der Freunde des Verewigten, der die Werkausgabe von 1832 bis 1845 besorgte. Er edierte selbst die zweite Auflage der Grundlinien der Philosophie des Rechts (1833) und explizierte in deren Vorrede Hegels methodische Position gegen die Historische Rechtsschule — er war darin der Gegenspieler Savignys.