Georg Andreas Gabler
Georg Andreas Gabler (1786–1853) war Hegels eigene Wahl als Nachfolger auf dem Berliner Lehrstuhl und der systematisch kompetenteste unter den Rechtshegelianern. Michelet nannte ihn den „Gipfel der rechten Seite".
Seine Leistung liegt in der Rekonstruktion der Trinität aus logischen Kategorien: das selbstbewusste Denken Gottes als Erstes, das sich durch Selbstunterscheidung gegenständlich setzt und als Wissen zu sich zurückkehrt — Vater, Sohn und Geist als Allgemeinheit, Besonderheit und Einzelheit. Seine Lehre vom Sein (1833) gilt als technisch präziseste Darstellung der Seinslogik im 19. Jahrhundert.
Die Grenze liegt in der Hypostasierung. Michelet warf ihm vor, das Dasein der logischen Idee nicht bloß im menschlichen Denken, sondern in einem außerweltlichen Verstand anzusetzen. Was bei Hegel Form des Denkens ist, wurde bei Gabler zur metaphysischen Wesenheit: die Methode zur Ontologie.
Digitalisierte Ausgaben
| Jahr | Titel |
|---|---|
| 1826 | de verae philosophiae erga religionem christianam |
| 1827 | Lehrbuch der philosophischen Propädeutik |
| 1827 | System der theoretischen PhilosophieKritik des Bewusstseins 1 |
| 1831 | Kleinere theologische Schriften 2 |
| 1843 | Die Hegelsche Philosophie |