Kategorie

Hegel (Kernbegriff)

Eine Kategorie ist eine reine Denkbestimmung: Sein, Qualität, Quantität, Maß, Substanz, Kausalität, Begriff. Sie ist keine Eigenschaft eines Gegenstands, sondern eine Weise, überhaupt etwas als etwas zu fassen. Der Unterschied zu Kant ist der wichtigste Punkt. Bei Kant bilden die Kategorien eine feste Tafel von Verstandesbegriffen, die an gegebenes Material herantreten. Bei Hegel entwickeln sie sich auseinander: Jede erweist sich als unzureichend für das, was sie fassen soll, und nötigt zur nächsten. Die Reihe ist deshalb keine Liste, sondern eine Ordnung nach Reichtum. Hegel gebraucht das Wort nicht nur, wo er über Kant spricht, sondern durchgehend für die eigenen Bestimmungen --- "Der Chemismus ist eine Kategorie der Objektivität" (Enz. § 200 Zus.) ---, gleichbedeutend mit "Denkbestimmung".

Nicht gemeint

Nicht die Kategorie als Rubrik, in die sich Gegenstände einsortieren lassen. Und nicht bloß eine Form unseres Verstandes, die an die Dinge herangetragen würde: Die Gedanken "können nach diesen Bestimmungen objektive Gedanken genannt werden" (Enz. § 24); sie sind Bestimmungen der Sachen ebenso wie des Denkens.

Bei Hegel

Enz. §42 (die Kategorien als reine Verstandesbegriffe bei Kant); § 84 (die Bestimmungen des Seins).

Querverweise

Angemessenheit; Begriff; Methode

Nicht gemeint

Nicht die Kategorie als Rubrik, in die sich Gegenstände einsortieren lassen. Und nicht bloß eine Form unseres Verstandes, die an die Dinge herangetragen würde: Die Gedanken "können nach diesen Bestimmungen objektive Gedanken genannt werden" (Enz. § 24); sie sind Bestimmungen der Sachen ebenso wie des Denkens.

In den ersten auflagen

1817 § 28

Im kommentar zu hegels logik

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