Kreislauf

Hegel (Methode)

Der Kreis ist Hegels Figur für eine Bewegung, die in sich zurückkehrt und dabei nicht leer bleibt. In der Seinslogik biegt sich die Linie des endlosen Fortgangs zum Kreis: Das Etwas geht in ein Anderes über, aber dieses Andere ist selbst ein Etwas. Das Bild ist Hegels eigenes: Das Bild des Progresses ist die gerade Linie, das der wahrhaften Unendlichkeit "der Kreis, die sich erreicht habende Linie, die geschlossen und ganz gegenwärtig ist, ohne Anfangspunkt und Ende" (TWA 5, 163). In der Schlusslehre ist der Kreis zunächst ein Mangel: Die drei Figuren begründen einander wechselseitig, und erst der Durchgang durch alle macht die Begründung vollständig. Am Ende der Logik ist er die Gestalt des Systems. Weiterführung: Im Übergang zur Realphilosophie unterscheidet dieser Kommentar drei Kreise, die nicht ineinander aufgehen --- den performativen (wir fangen beim Denken an), den chronologischen (die Natur war früher da) und den systematischen (die Logik ist der Grund von beidem). Alle drei sind wahr; sie beantworten verschiedene Fragen. Zwei davon hält Hegel selbst in einem Satz zusammen: "Die Natur ist in der Zeit das Erste, aber das absolute Prius ist die Idee" (Enz. § 248 Zus.).

Nicht gemeint

Nicht der Zirkelschluss, der voraussetzt, was er beweisen soll. Der Kreis ist die Gestalt einer Bewegung, die in sich zurückkehrt und dabei nicht leer bleibt --- wo er nur wechselseitige Begründung ist, gilt er in der Schlusslehre ausdrücklich als Mangel.

Bei Hegel

"dieser Kreis ein Kreis von Kreisen; denn jedes einzelne Glied, als Beseeltes der Methode, ist die Reflexion-in-sich, die, indem sie in den Anfang zurückkehrt, zugleich der Anfang eines neuen Gliedes ist" (TWA 6, 571; vgl. Enz. §15); zur wahrhaften Unendlichkeit TWA 5, 163.

Querverweise

Unendlichkeit (wahrhafte); Methode; System; Spirale; Absolute Idee

Nicht gemeint

Nicht der Zirkelschluss, der voraussetzt, was er beweisen soll. Der Kreis ist die Gestalt einer Bewegung, die in sich zurückkehrt und dabei nicht leer bleibt --- wo er nur wechselseitige Begründung ist, gilt er in der Schlusslehre ausdrücklich als Mangel.

In den ersten auflagen

1817 § 6

Im kommentar zu hegels logik

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