Setzen
Hegel (Kernbegriff)
Setzen heißt bei Hegel, eine Bestimmung als das hervorzubringen, was sie durch ein Anderes ist, statt sie als unmittelbar Vorhandenes vorzufinden. Was gesetzt ist, hat sein Sein durch dieses Andere --- es ist Gesetztsein: "Das Dasein ist nur Gesetztsein; dies ist der Satz des Wesens vom Dasein" (TWA 6, 32). Sein Ort ist das Wesen: "Setzen fällt eigentlich erst in die Sphäre des Wesens, der objektiven Reflexion; der Grund setzt das, was durch ihn begründet wird" (TWA 5, 130). Der Gegenbegriff ist das Voraussetzen: auf etwas stoßen, das man nicht selbst gesetzt hat. Danach sind die Reflexionsformen geordnet: Die setzende setzt das Unmittelbare und setzt es zugleich voraus, bleibt für sich aber leer; die äußere findet ein Vorausgesetztes und weiß nicht, warum gerade diese Kategorie passt; die bestimmende erkennt, dass das Vorausgesetzte selbst gesetzt ist --- aber notwendig. Die Lesart dieses Kommentars: Darin liegt der Unterschied zwischen Willkür und Einsicht.
Nicht gemeint
Nicht das alltägliche Hinstellen und nicht erst die Tat eines Ich, wie bei Fichte, von dem der philosophische Gebrauch des Wortes kommt. Bei Hegel setzt der Grund das Begründete, die Ursache die Wirkung; gesetzt heißt: nicht auf sich beruhend, sondern durch ein Anderes und als dessen Moment.
Bei Hegel
Enz. §112 (das Wesen als gesetzter Begriff); "Das Dasein ist nur Gesetztsein; dies ist der Satz des Wesens vom Dasein" (TWA 6, 32); zum Ort des Setzens TWA 5, 130.
Querverweise
Voraussetzen; Gesetztsein; Setzende Reflexion; Bestimmende Reflexion; Reflexion
Nicht gemeint
Nicht das alltägliche Hinstellen und nicht erst die Tat eines Ich, wie bei Fichte, von dem der philosophische Gebrauch des Wortes kommt. Bei Hegel setzt der Grund das Begründete, die Ursache die Wirkung; gesetzt heißt: nicht auf sich beruhend, sondern durch ein Anderes und als dessen Moment.
In den ersten auflagen
1817 §§ 63-64
Im kommentar zu hegels logik
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