Theunissen, Michael

Spätere Philosophie

Deutscher Philosoph (1932-2015). In *Sein und Schein. Die kritische Funktion der Hegelschen Logik* (Frankfurt am Main 1978) liest er die Logik als Kritik von Verhältnissen: Das Sein steht für Gleichgültigkeit gegen das Andere, das Wesen für Herrschaft über das Andere, der Begriff für das, was er kommunikative Freiheit nennt. Die Figur, an der er das festmacht, ist das Urteil: Subjekt und Prädikat binden sich an ein Drittes, das keinem von beiden gehört. Darin sieht er die Aufhebung der Herrschaft, die im bloßen Subsumieren liegt. Der Band übernimmt die Lesart der Stufen und die Figur des Zusammengehens in ein Drittes. Nicht übernommen wird die Begründung: Theunissen gründet die Vielen zuletzt im Einen und liest Hegel an mehreren Stellen ausdrücklich gegen den Wortlaut. Der Maßstab bleibt hier im Einzelnen, nicht im Verhältnis.

Bei Hegel

Die Stelle, auf die Theunissen sich stützt: Subjekt und Prädikat sind "in die Kopula zusammengegangen" (TWA 6, 334).

Querverweise

Hösle · Vittorio; Freiheit unter Freien; Gleichgültigkeit; Urteil; Intersubjektivität

Im kommentar zu hegels logik

[[kleine-logik:4a]], [[kleine-logik:18.2]]