Totalität

Hegel (Kernbegriff)

Ein Ganzes, dessen Glieder nur durch ihr Verhältnis zueinander sind, was sie sind. Nicht die Summe: Wer aus einer Summe ein Stück entfernt, behält den Rest unverändert; wer aus einer Totalität ein Glied entfernt, verändert alle anderen. Ein Herz außerhalb des Körpers ist Gewebe. Der logische Gebrauch ist enger als der bildliche. Der zureichende Grund ist die Totalität der Bedingungen: Erst wenn alle zusammen sind, tritt das Begründete notwendig ein (Kap. 5.6). Auch der Zweck heißt Totalität --- er ist in sich beschlossen. Weiterführung: Daran hängt das Kriterium in Kap. 15.3. Hegel nennt es Gewalt, wenn der Zweck ein Objekt unmittelbar zum Mittel macht und beide "gegeneinander selbständige Totalitäten sind" (TWA 6, 452). Der Kommentar folgert daraus: Wer ein Wesen, das selbst eine solche Totalität ist und eigene Zwecke hat, unmittelbar zum Mittel macht, übt Gewalt.

Nicht gemeint

Nichts Totalitäres; mit dem politischen Wort hat der Ausdruck nichts zu tun. Und kein Ganzes, in dem die Glieder bloß aufgehen: Bei Hegel ist jeder Teil des philosophischen Ganzen selbst "in sich Totalität" (Enz. § 15), und die Glieder einer Totalität sind durch das Ganze bestimmt, nicht ausgelöscht.

Bei Hegel

Enz. §14 (das Wahre als Totalität); Enz. §194 Zus. (der Zweck als "in sich beschlossene Totalität", TWA 8, 351).

Querverweise

Moment; Grund; Zweck; Spirale

Nicht gemeint

Nichts Totalitäres; mit dem politischen Wort hat der Ausdruck nichts zu tun. Und kein Ganzes, in dem die Glieder bloß aufgehen: Bei Hegel ist jeder Teil des philosophischen Ganzen selbst "in sich Totalität" (Enz. § 15), und die Glieder einer Totalität sind durch das Ganze bestimmt, nicht ausgelöscht.

In den ersten auflagen

1817 § 7

Im kommentar zu hegels logik

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