Übergang
Hegel (Methode)
Die Bewegungsform der Seinslogik: Eine Bestimmung stößt an ihre eigene Grenze, schlägt in eine andere um und verschwindet dabei. Sein geht in Nichts über und Nichts in Sein; die Qualität geht in die Quantität über. Kennzeichen ist das Verschwinden des Ausgangspunkts. Hegel stellt den Übergang neben die beiden anderen Formen des Fortgangs: Im Sein ist er "Übergehen in ein Anderes", im Wesen "Scheinen in dem Entgegengesetzten", im Begriff Entwicklung (Enz. § 240; § 161). Die Lesart dieses Kommentars fasst die drei als Weisen, das Andere zu haben, und nennt den Übergang die ärmste, weil das Erste im Zweiten verschwindet und nur als Aufgehobenes in ihm bleibt. Sie zieht auch einen Vergleich, den Hegel nicht anstellt: Bei Aristoteles hieß der Übergang in eine andere Gattung (*metábasis eis állo génos*) ein Fehler des Beweisens; bei Hegel ist das Übergehen in ein Anderes die Form, in der die Bestimmungen sich fortbestimmen. Woran Sie einen echten Übergang erkennen, fasst der Kommentar in einen Prüfsatz: Er tritt ein, wenn der Versuch scheitert, bei der ersten Bestimmung zu bleiben, und die neue Bestimmung ist aus dem gezogen, was schon da war (Kap. 3.9c). Dass das Scheitern an der Sache liegt und nicht am Vergleichenden, ist dabei eigens zu zeigen; am Eins tut Hegel das selbst (Kap. 1.11; siehe Performativ). Und er ist keine zeitliche Folge: Hegel schreibt, dass das Sein in Nichts "nicht übergeht, sondern übergegangen ist" (TWA 5, 83).
Nicht gemeint
Nicht ein zeitlicher Vorgang; das Wort verführt dazu, weil in ihm Sein und Nichts "mehr als außereinander ruhend und das Übergehen als zwischen ihnen geschehend vorgestellt" werden (TWA 5, 97). Und nicht jeder Schritt der Logik: Im weiten Sinn heißt jeder Fortgang von einer Bestimmung zur nächsten Übergang, so auch in Kap. 3.9c; als Bewegungsform im engen Sinn gehört das Übergehen der Seinslogik an, im Wesen tritt das Scheinen, im Begriff die Entwicklung an seine Stelle (Enz. § 161).
Bei Hegel
Enz. §88; § 161 (Abgrenzung von Scheinen und Entwicklung); § 240 (die drei Formen des Fortgangs).
Querverweise
Werden; Umschlag (Umschlagen); Scheinen; Entwicklung; Weise · das Andere zu haben
Nicht gemeint
Nicht ein zeitlicher Vorgang; das Wort verführt dazu, weil in ihm Sein und Nichts "mehr als außereinander ruhend und das Übergehen als zwischen ihnen geschehend vorgestellt" werden (TWA 5, 97). Und nicht jeder Schritt der Logik: Im weiten Sinn heißt jeder Fortgang von einer Bestimmung zur nächsten Übergang, so auch in Kap. 3.9c; als Bewegungsform im engen Sinn gehört das Übergehen der Seinslogik an, im Wesen tritt das Scheinen, im Begriff die Entwicklung an seine Stelle (Enz. § 161).
In den ersten auflagen
1817 §§ 40-41
Im kommentar zu hegels logik
[[kleine-logik:0]], [[kleine-logik:1.4]], [[kleine-logik:3.9c]], [[kleine-logik:8a.2]]