Zweck und Mittel
Hegel-Begriff
Hegels Wort für die Sittlichkeit (§ 151; vgl. § 4): Lebensformen, die nicht naturwüchsig gegeben sind wie das biologische Leben, sondern geschichtlich gewachsen --- und in denen die Subjekte sich wiederfinden, weil sie darin ihre eigenen Bestimmungen verwirklicht sehen.
Nicht gemeint
Gewohnheit im Sinne bloßer Angewöhnung. Gemeint ist die Gewohnheit im Sinne von § 410, die Aufmerksamkeit freigibt und darin Bedingung der Freiheit ist — so entwickelt in [[hegel-subjektiver-geist:14]]. Die zweite Natur ist nicht weniger verbindlich als die erste, sondern anders begründet: Sie lässt sich ändern, und sie muss verantwortet werden.
Entwickelt in
Teil V
Querverweise
Hegels doppelbestimmung
Das Objekt habe gegen den Zweck den Charakter, "machtlos zu sein und ihm zu dienen"; unmittelbar darauf: "Aber das Mittel hat auch eine Seite, nach welcher es noch Selbständigkeit gegen den Zweck hat" (TWA 6, 450). Beides gehört zusammen.
Die folge, die hegel selbst zieht
Bliebe die äußere Zweckmäßigkeit sich überlassen, so würde das Produkt "wieder nur ein Mittel sein und so fort ins Unendliche" (TWA 6, 451). Sie kommt beim Zweck nie an.
Entwickelt in
Teil V
In der logik
Enz. Bd. 1 §§ 204--212 und WdL, TWA 6, 446--461. Dort steht die Doppelbestimmung des Mittels und der Satz, dass die äußere Zweckreihe ihr Produkt wieder zum Mittel macht "und so fort ins Unendliche" (TWA 6, 451). Vgl. [[kleine-logik:15]].
Nicht gemeint
Gewohnheit im Sinne bloßer Angewöhnung. Gemeint ist die Gewohnheit im Sinne von § 410, die Aufmerksamkeit freigibt und darin Bedingung der Freiheit ist — so entwickelt in [[hegel-subjektiver-geist:14]]. Die zweite Natur ist nicht weniger verbindlich als die erste, sondern anders begründet: Sie lässt sich ändern, und sie muss verantwortet werden.