Heinrich Gustav Hotho (1802–1873) gab die Vorlesungen über die Ästhetik heraus (1835–1838). Seine Fassung wurde zur Standardausgabe und hat das Bild der Hegelschen Ästhetik über anderthalb Jahrhunderte geprägt.

Sie trägt zugleich das Grundproblem der Freundesausgabe in besonderem Maß: die Glättung. Aus verschiedenen Vorlesungsjahrgängen wurde ein „lebendiges Ganzes" gefügt, in dem die Entwicklung zwischen den Jahrgängen verschwindet. Annemarie Gethmann-Siefert hat das für die Ästhetik im einzelnen nachgewiesen.

Hotho ist schwer einzuordnen: editorisch arbeitete er mit den Rechtshegelianern zusammen, stand aber dem linken Zentrum um Michelet nahe, mit dem er verwandt war.

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