113121
Maß als Regel (Maßstab)
?- 0 Hegels 'System der Wissenschaft'
- 1 Logik (Wissenschaft des Denkens)
- 2 Natur (Wissenschaft des Materiellen)
- 3 Geist (Wissenschaft des Menschlichen)
- 11 Sein (Unmittelbarkeit, Ontologie)
- 12 Wesen (Vermittlung, Reflexion, Metaphysik)
- 13 Begriff (Selbstvermittlung, klassische Logik, Epistemologie)
- 111 Bestimmtheit (Qualität)
- 112 Größe (Quantität)
- 113 Maß (qualitative Quantität)
- 1131 Spezifische Quantität
- 1132 Reales Maß
- 1133 Werden des Wesens
- 11311 Spezifisches Quantum
- 11312 Spezifizierendes Maß
- 11313 Fürsichsein im Maße
- 113121 Maß als Regel (Maßstab)
- 113122 Das Spezifizierende Maß
- 113123 Verhältnis zweier Maße als Qualitäten
Regel
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Die Regel ist das allgemeine Maß, das einen Spielraum zulässt. Im Maß: Das spezifische Quantum ist nicht eine starre Zahl, sondern eine Regel mit Toleranzbereich. Beispiel: "Menschen sind 1,5-2m groß" ist Regel, nicht exakte Zahl. Die Regel definiert den Spielraum: Innerhalb der Grenzen ist quantitative Variation möglich ohne Qualitätsänderung. Außerhalb: Umschlag. Die Regel ist das Prinzip, nach dem sich das Maß entwickelt. Sie ist nicht starr (dann wäre sie tote Vorschrift), sondern lebendig (lässt Variation zu). Die Ausnahme bestätigt die Regel - nicht als Widerlegung, sondern als Grenzfall, der die Regel schärfer sichtbar macht.
Herkunft: Lat. regula (Richtschnur, Maßstab). Mittelalter: regula (Ordensregel - mit Spielräumen). Kant: Regel als Schema. Wittgenstein: Regelfolgen. Hegel: Regel als lebendiges Maß (nicht tote Vorschrift).
Bei Hegel: Enz. §108; WdL Bd. 1, Das Maß
Siehe auch: Maß, Quantum, Ausnahme, Modifikation, Spielraum, Seinslogik