Materie

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Materie ist in der Wesenslogik zunächst die selbständig gewordene Eigenschaft eines Dinges, die Materien oder Stoffe, aus denen es bestehen soll (Enz. § 126), dann die eine, bestimmungslose Materie, der die Form gegenübersteht (§ 128). Beides gilt --- dass die Form ihr äußerlich scheint und dass die Materie ohne Form nichts Bestimmtes ist; an sich sind beide dasselbe (§ 129). Denken Sie alle Eigenschaften von Gold weg: Was bleibt, ist kein Träger, der etwas erklärte, sondern die bestimmungslose Materie, die Hegel mit dem Ding-an-sich gleichsetzt (§ 128 Anm.). Schon am Ende der Seinslogik heißt so, was die wechselnden Maße durchläuft: "die wahrhaft bestehenbleibende, selbständige Materie, Sache" (TWA 5, 442), zunächst "nur Substrat, eine Materie" (TWA 5, 444; Kap. 4.5). Daran hängt Hegels Warnung vor erfundenen Stoffen. Wärmestoff, elektrische und magnetische Materie sind "bloße Fiktionen des Verstandes" (§ 126 Zus.): Man nimmt eine Eigenschaft, macht einen Stoff daraus und hält das für eine Erklärung.

Bei Hegel: Enz. §§ 125-130 (Ding und Materien), § 133 (Form und Materie), §§ 261 ff. (Natur).

Querverweise: Form; Inhalt; Ding; Eigenschaft

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