Bestimmende Reflexion
Hegel (Wesenslogik, dritte und höchste Reflexionsform)
Die dritte und höchste Form der Reflexion, die Einheit von setzender und äußerer Reflexion. Die bestimmende Reflexion erkennt: Das Vorausgesetzte ist selbst ein Gesetztes --- aber ein notwendig Gesetztes.
Bei Hegel
WdL II; Hegel: "Die bestimmende Reflexion ist die Einheit der setzenden und der äußern Reflexion"
Querverweise
Setzende Reflexion · Äußere Reflexion · Reflexionsbestimmungen · Aufhebung · Reflexion
Die einsicht (kap. 5.5)
Was das Denken vorfand (äußere Reflexion), hat es implizit selbst hervorgebracht; aber es musste es so hervorbringen. Das Unmittelbare ist selbst ein Vermitteltes, das Vorausgesetzte selbst ein Gesetztes. Die bestimmende Reflexion überwindet: - die Leere der setzenden Reflexion (die nur sich selbst findet) - die Äußerlichkeit der äußeren Reflexion (die das Gegebene nicht durchdringt)
Das resultat
Die konkreten Reflexionsbestimmungen --- Identität, Unterschied, Widerspruch, Grund. Diese sind nicht willkürlich gesetzt und nicht bloß vorgefunden, sondern notwendig.
Charakteristik
Einheit von Setzen und Voraussetzen, konkret, bestimmt, nicht mehr leer, vermittelte Unmittelbarkeit
Performative erfahrung
Jeder Moment des Durchschauens in den Experimenten --- Sie erkennen, dass Sein und Nichts Momente des Werdens sind, dass der Skeptiker sich widerlegen muss, dass die Zirkularität der Wahrheitsdefinition die Struktur der Selbstbegründung zeigt. Das Scheitern war notwendig.
Alltagsbeispiel
Verstehen, dass die Kategorien, mit denen ich die Welt begreife, zwar von mir gesetzt sind, aber nicht willkürlich --- sie sind die notwendige Form des Begreifens selbst.
Entspricht
Spekulatives Moment (Enz. §79), Integration, konkrete Einheit, vermittelte Unmittelbarkeit