Korrespondenztheorie der Wahrheit
Traditionelle Erkenntnistheorie
Wahrheit als Übereinstimmung von Gedanken und Wirklichkeit (adaequatio intellectus et rei). Ein Satz ist wahr, wenn er mit den Tatsachen übereinstimmt. Problem: Setzt voraus, dass Gedanke und Wirklichkeit unabhängig voneinander existieren und dann verglichen werden können. Übersieht die konstitutive Rolle des Denkens bei der Erschließung von Wirklichkeit.
Bei Hegel
Wird in der "Idee des Wahren" (theoretische Idee) dargestellt und als einseitig erkannt - sie übersieht ihre eigene konstitutive Rolle.
Querverweise
Kohärenztheorie · Idee des Wahren · Detektiv-Prinzip · Wahrheit
Systematischer ort
Die Korrespondenztheorie entspricht der theoretischen Idee bei Hegel - dem Erkennen, das vom gegebenen Objekt zu angemessenen Begriffen fortschreitet. Sie bleibt bei der Trennung von Begriff und Objekt stehen, statt ihre Einheit zu begreifen.