Performativ
Unsere Methodik
Performativ heißt eine Darstellung, die den Leser den Schritt vollziehen lässt, statt ihn über ihn zu unterrichten: nicht "das reine Sein erweist sich als leer", sondern die Aufforderung, nichts Bestimmtes zu denken. Der Grund ist nicht didaktisch: Wo behauptet wird, eine Bestimmung scheitere an sich selbst, muss das Scheitern vorführbar sein. Daraus folgt ein Prüfsatz für jeden Übergang: Kann der Leser das Scheitern selbst vollziehen, oder muss ihm gesagt werden, dass etwas fehlt? Im zweiten Fall spricht jemand von außen. Die Grenze des Prüfsatzes zieht Hegel selbst: Dass sich ein Eins vom anderen nicht unterscheiden lässt, nennt er "unsere Vergleichung" (TWA 5, 191); tragend ist erst, dass die Repulsion selbst ein Beziehen ist. Die Übung zeigt das Scheitern, die Rekonstruktion zeigt, dass es an der Sache liegt (Kap. 3.9c). Der Ausdruck stammt von J. L. Austin (1962); hier ist er auf Denkakte erweitert, die sich im Vollzug selbst prüfen.
Nicht gemeint
Nicht "performativ" im heutigen Sinn des Zurschaugestellten, dem die Sache nicht entspricht. Gemeint ist eher das Gegenteil: eine Darstellung, die den Schritt wirklich vollziehen lässt, statt über ihn zu berichten.
Bei Hegel
Kein Ausdruck Hegels. Die Sache liegt in seiner Bestimmung der Methode als Bewusstsein über die Selbstbewegung des Inhalts (TWA 5, 49), die keine Beschreibung von außen zulässt.
Querverweise
Performativer Widerspruch; Selbstanwendung; Übergang
Nicht gemeint
Nicht "performativ" im heutigen Sinn des Zurschaugestellten, dem die Sache nicht entspricht. Gemeint ist eher das Gegenteil: eine Darstellung, die den Schritt wirklich vollziehen lässt, statt über ihn zu berichten.
Im kommentar zu hegels logik
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