Die Grenze der Objektivität --- Übergang zur Idee
Was hat die Objektivität geleistet? Der Begriff ist nicht „im Kopf" und die Wirklichkeit „da draußen" — die kategorialen Strukturen zeigen sich in der Erfahrung von Objektivität. Die höchste Form — die innere Zweckmäßigkeit — zeigt ein System, das sein eigener Zweck ist. Was fehlt noch? Selbst die innere Zweckmäßigkeit ist noch unbewusst. Der Organismus erhält sich selbst, aber er weiß nicht, dass er das tut. Er vollzieht die Einheit von Begriff und Objektivität, ohne sie zu erkennen.
Der kategoriale Sprung zur Idee: Die Objekte der Objektivitätslehre existieren für anderes — der Planet dreht sich um die Sonne, aber nicht für sich selbst. Das Leben bezieht sich auf sich selbst. Es ist Selbstzweck: Seine Prozesse dienen seiner eigenen Erhaltung. Das „Selbst-" ist nicht mystischer Zusatz, sondern Strukturqualität. Ein System mit Selbstbeziehung ist nicht mehr nur Objekt, sondern Subjekt — sich auf sich beziehend, für sich strebend, aus sich wirkend. Die Idee entfaltet sich dann in drei Stufen: Leben (unmittelbare Einheit, unbewusst), Erkennen und Wollen (entzweite Einheit, bewusst aber gespalten), absolute Idee (erkannte Einheit, die Methode wird sich ihrer selbst bewusst).