Max Stirner (1806–1856) radikalisierte in Der Einzige und sein Eigentum (1845) Bauers reine Kritik zur absoluten Subjektivität. Nicht einmal das Selbstbewusstsein darf als Allgemeines gelten, sondern nur das konkrete, einzige Ich. Über Bauer und Feuerbach schrieb er, deren Selbstbewusstsein und Mensch seien genauso höchste Wesen wie die Gesellschaft für die Kommunisten — sie vergäßen das Wichtigste, das Individuum.

Der Unterschied zu Hegels Einzelheit ist grundsätzlich: Hegels Einzelheit ist konkrete Allgemeinheit, vermittelt durch Allgemeinheit und Besonderheit. Stirners Einziger ist unvermittelt. Damit zeigt er ein Nicht-Vermittelbares, während Hegels Vermittlungslogik voraussetzt, dass alles vermittelbar ist. Auch Hegels Geist gilt ihm als Spuk.

Die Einsicht — dass es etwas gibt, das nicht aufgehoben werden kann, ohne vernichtet zu werden — nimmt die Existenzphilosophie vorweg, Kierkegaard, Heidegger, Sartre. Die Grenze ist, dass das einzige Ich inhaltslos wird: gerade die Absolutsetzung der Individualität führt zu deren völliger Abstraktion.

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1845 Der Einzige und sein Eigenthum
1852 Geschichte der Reaktion

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