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Einheit des Seins und Nichts
?- 0 Hegels 'System der Wissenschaft'
- 1 Logik (Wissenschaft des Denkens)
- 2 Natur (Wissenschaft des Materiellen)
- 3 Geist (Wissenschaft des Menschlichen)
- 11 Sein (Unmittelbarkeit, Ontologie)
- 12 Wesen (Vermittlung, Reflexion, Metaphysik)
- 13 Begriff (Selbstvermittlung, klassische Logik, Epistemologie)
- 111 Bestimmtheit (Qualität)
- 112 Größe (Quantität)
- 113 Maß (qualitative Quantität)
- 1111 Unbestimmtes Sein
- 1112 Dasein (bestimmtes Sein)
- 1113 Fürsichsein
- 11111 Reines Sein
- 11112 Nichts
- 11113 Werden
- 111131 Einheit des Seins und Nichts
- 111132 Entstehen, Vergehen
- 111133 Aufheben des Werdens
Einheit
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Das Ergebnis einer Aufhebung: eine Bestimmung, in der unterschiedene Seiten als Momente erhalten sind und eben darum nicht mehr für sich gelten. Nicht Addition, nicht Mischung, nicht der Mittelweg zwischen zwei Positionen: Das Werden ist die Einheit von Sein und Nichts, nicht ihr Kompromiss. Hegel selbst nennt Einheit ein unglückliches Wort: Sie drücke "die ganz abstrakte Dieselbigkeit aus"; besser wäre "Ungetrenntheit und Untrennbarkeit", nur sei damit "das Affirmative der Beziehung des Ganzen nicht ausgedrückt" (TWA 5, 94 f.). Die Lesart dieses Kommentars gibt dafür einen Test: Lässt sich ein Bestandteil wegnehmen, ohne dass die übrigen sich ändern? Bei bloßen Verschiedenen ja, bei Momenten einer Einheit nein (Kap. 9.5). Und sie zieht eine Grenze: Nicht jeder Gegensatz ist so auflösbar. Wo zwei Positionen verschiedene Sachen behaupten, ist die Rede von einer höheren Einheit eine Ausflucht.
Bei Hegel: Enz. § 88 (Werden), § 107 (Maß); WdL: TWA 5, 94 f.
Querverweise: Aufhebung; Totalität; Moment; Konkret