12333
Wechselwirkung
?- 0 Hegels 'System der Wissenschaft'
- 1 Logik (Wissenschaft des Denkens)
- 2 Natur (Wissenschaft des Materiellen)
- 3 Geist (Wissenschaft des Menschlichen)
- 11 Sein (Unmittelbarkeit, Ontologie)
- 12 Wesen (Vermittlung, Reflexion, Metaphysik)
- 13 Begriff (Selbstvermittlung, klassische Logik, Epistemologie)
- 121 Reflexion des Wesens in sich
- 122 Erscheinung
- 123 Wirklichkeit
- 1231 Das Absolute
- 1232 Wirklichkeit als solche
- 1233 Absolutes Verhältnis
- 12331 Substanz - Akzidenzen
- 12332 Kausalität
- 12333 Wechselwirkung
Wechselwirkung
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Die Wechselwirkung ist die vollendete Vermittlung: A und B konstituieren sich gegenseitig (A⇄B). Jedes ist zugleich Ursache und Wirkung. Beispiele: Subjekt und Objekt in der Erkenntnis (Subjekt strukturiert Objekt, Objekt widersetzt sich Subjekt), Lehrer und Schüler (beide lernen voneinander), Individuum und Gesellschaft (Sozialisation ⇄ Innovation). Die Wechselwirkung ist die Wahrheit der Kausalität: Nicht einseitige Determination, sondern gegenseitige Konstitution. Sie führt zur Freiheit: Wenn ich mich durch mein Anderes bestimme und dieses Andere ist mein eigenes Produkt, bin ich bei mir selbst - frei.
Herkunft: Kant: Wechselwirkung als dritte Relationskategorie (neben Substanz/Akzidenz und Kausalität). Fichte: Wechselbestimmung von Ich und Nicht-Ich. Hegel vollendet: Wechselwirkung als Selbstbewegung der Sache selbst, nicht mehr äußere Reflexion.
Bei Hegel: Enz. §155-157; WdL Bd. 2, Wirklichkeit
Siehe auch: Kausalität, Substanz, Verhältnis, Freiheit, Begriff, Wesenslogik, Notwendigkeit