Philipp Konrad Marheineke (1780–1846) war der einflussreichste Theologe unter den Rechtshegelianern. Seine Grundlehren der christlichen Dogmatik als Wissenschaft (1827) wurde zum Standardwerk der spekulativen Theologie.

Sein Vermittlungsprogramm sah Philosophie und Theologie als verschiedene Formen derselben Wahrheit: die Theologie hat den Inhalt, die Philosophie die Form. In der Anwendung zeigte er, wie sich klassische Dogmen spekulativ rekonstruieren lassen — die Erbsündenlehre als Analyse der Struktur der Endlichkeit, die Erlösungslehre als Dialektik der Vermittlung.

Darin liegt eine echte Einsicht Hegels: Philosophie und Religion sind nicht einfach Gegensätze. Die Grenze liegt in der Harmonisierung. Die Versöhnung geschah oft durch begriffliche Uminterpretation statt durch dialektische Aufhebung; die Widersprüche zwischen philosophischer und religiöser Wahrheit wurden zugedeckt statt durchgearbeitet.

In der Freundesausgabe war Marheineke offiziell für die Religionsphilosophie verantwortlich — die zweite Auflage besorgte faktisch Bruno Bauer.

Digitalisierte Ausgaben

Digitalisierte Ausgaben — Philipp Konrad Marheineke
Jahr Titel
1806 Allgemeine Darstellung des theologischen Geistes der kirchlichen Verfassung
1810 Das System des Katholicismus 1
1810 Das System des Katholicismus 2
1831 Geschichte der teutschen Reformation 1
1831 Geschichte der teutschen Reformation 2
1831 Geschichte der teutschen Reformation 3
1834 Geschichte der teutschen Reformation 4
1837 Entwurf der Praktischen Theologie
1842 Einleitung in die Vorlesung über die Bedeutung der Hegelschen Philosophe in der christlichen Theologie
1843 Zur Kritik der schellingschen Offenbarungsphilosophie
1847 Theologische VorlesungenSystem der theologischen Moral 1
1847 theologische VorlesungenSystem der chris 2
1849 Dogmengeschichte

Beiträge auf hegel.net

Beiträge auf hegel.net — Philipp Konrad Marheineke
NrBegriff Titel Jahr
3333331 [Das Gegebene] Gesammelte Werke von Philipp Marheineke als PDF
3333331 [Das Gegebene] Works of Philipp Marheineke as PDF (in German)

Copyright © by hegel.net, Kai Froeb