Die Bewegung der Wesenslogik: Von Beschreibung zu Erklärung zu Einheit
Die drei wesentlichen Verhältnisse (Kap. 6.7–6.9) bilden eine Bewegung, die dem wissenschaftlichen Erkenntnisprozess entspricht: Ganzes und Teile — erst beobachten wir Strukturen (Beschreibung). Kraft und Äußerung — dann erklären wir sie durch Kräfte und Mechanismen (Erklärungsversuch, der zur Tautologie kollabiert). Inneres und Äußeres — schließlich verstehen wir, dass das Phänomen selbst die Manifestation seines Wesens ist (Einheit von Beschreibung und Erklärung). Dieselbe Stufenfolge begegnet in den Modalitäten: Formelle Möglichkeit (alles denkbar) -> reale Möglichkeit (unter welchen Bedingungen?) -> Notwendigkeit (die Bedingungen schließen sich zum Ganzen).