Kommentar zur Naturphilosophie, Kapitel 2

Drei Dinge, die auseinanderzuhalten sind

Erstens die Methode. Hegel untersucht, welche Bestimmungen zueinander gehören und wie sie auseinander folgen. Das ist eine Frage an die Begriffe, nicht an die Natur, und sie lässt sich unabhängig davon beurteilen, ob die Naturwissenschaft von 1830 noch steht.

Zweitens der Stand der Wissenschaft. Vieles, woran Hegel seine Bestimmungen entwickelt, ist überholt: die Empedokleischen Elemente, der Wärmestoff, die Kometenlehre. Manches war schon zu seiner Zeit strittig.

Drittens die Behauptungen über Einzelnes. Die Planetenzahl, die Farbenlehre, die Stellung der Erde. Hier irrt Hegel, und zwar nicht bloß weil die Wissenschaft weiterging, sondern weil er aus einer Struktur etwas ableiten wollte, was aus ihr nicht folgt.

Die drei Ebenen hängen zusammen, fallen aber nicht zusammen. Wer den dritten Fehler nachweist, hat den ersten nicht berührt. [KF]