Die Verstrickung mit dem Nationalsozialismus - Eine schmerzhafte Bilanz
Dieser Text ist eine Vorschau auf Geschichte der Hegelrezeption, Band I, der 2026 bei Reflexivity Press erscheint.
Die deutsche Hegel-Forschung der Zwischenkriegszeit stand vor einer Zerreißprobe, als die Nationalsozialisten 1933 die Macht übernahmen. Wie verhielten sich die Hegelianer zum neuen Regime? Die Antwort ist beschämend: Die meisten konnten mit dem Nationalsozialismus „leben“ - manche begrüßten ihn aktiv, andere schwiegen, wenige widerstanden.[1]
Die Mehrheit: Anpassung und Schweigen
Die akademischen Hegelianer - Professoren, Privatdozenten, Gymnasiallehrer - passten sich mehrheitlich an. Sie verloren ihre Professuren nicht, publizierten weiter, hielten Vorlesungen. Manche formulierten ihre Positionen vorsichtig um, vermieden Kontroversen, schwangen mit dem Zeitgeist. Andere schwiegen zu den Verbrechen des Regimes und konzentrierten sich auf „unpolitische“ Themen - die Seinslogik, die Metaphysik, die Geschichte der Philosophie.[2]
Diese Haltung war verständlich - und dennoch schuldhaft. Die Philosophen hatten eine Verantwortung, die sie nicht wahrnahmen. Hegels Philosophie der Freiheit, der Anerkennung, der vernünftigen Staatlichkeit - all das hätte gegen den Nationalsozialismus mobilisiert werden müssen. Aber die meisten schwiegen.
Das Schweigen der Mehrheit ermöglichte dem Regime, sich zu etablieren. Widerspruch hätte Risiken bedeutet - aber Philosophen, die über Freiheit und Vernunft schrieben, hätten diese Risiken eingehen müssen. Ihr Schweigen war Verrat an der eigenen Disziplin.[3] Es gab Ausnahmen wie Theodor Litt in Leipzig, aber sie blieben Minderheit.
Die Propagandeure: Aktive Unterstützung
Einige Hegelianer gingen weiter als Schweigen - sie unterstützten aktiv. Sie deuteten Hegel nationalistisch, völkisch, autoritär. Sie konstruierten eine Kontinuität von Hegel zu Hitler - historisch absurd, aber politisch wirksam.
Theodor Haering (1884-1964) war ein prominentes Beispiel. Der Autor der monumentalen Hegel-Biographie „Hegel - sein Wollen und sein Werk“ (1929/1938) war mehr als ein Mitläufer. Er war führendes Mitglied des NS-Dozentenbundes, trat am 1. Mai 1937 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 5.896.006) und verstand „Philosophie als geistige Rassenkunde“ (so ein Vortragstitel von 1939). In einem Text von 1935 schrieb er: „Neben dem Rassenprinzip steht das Führerprinzip.“ Haering beteiligte sich am NS-Projekt „Kriegseinsatz der Geisteswissenschaften“ und hielt auch nach dem Krieg an antidemokratischen Überzeugungen fest. 1948 wurde er als „Mitläufer“ eingestuft - eine Verharmlosung -, verlor für drei Jahre Bürgerrechte, wurde aber 1951 nach dem 131er Gesetz rehabilitiert und wiedereingestellt.[4]
Hermann Glockner (1896-1979), der die monumentale „Jubiläumsausgabe“ von Hegels Werken (1927-1940) herausgab, war weit mehr als ein opportunistischer Anpasser. Der Grund seiner Berufung nach Gießen 1933 durch das bereits etablierte nationalsozialistische Regime war seine Arbeit über den „Kampf gegen semitischen Einfluss in der deutschen Philosophie der letzten Jahrzehnte“, die - so die offizielle Begründung - „auf dem festen Boden der nationalsozialistischen Weltanschauung“ stand.[5]
Von 1933 bis 1937 war Glockner Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Gießen - in der Zeit der „Säuberungen“ und der Vertreibung jüdischer Kollegen. Er stellte die These auf, „dass die Bedeutung Hitlers für die Politik die gleiche wäre, wie Hegel für die Philosophie.“[6] Die Philosophie Glockners wurde vom Sicherheitsdienst des Reichsführers SS in einem „SD-Dossier über Philosophie-Professoren“ als „politisch einwandfrei“ und „bestimmt von den Grundsätzen des NS“ klassifiziert.[7]
1934 trat Glockner der NS-Volkswohlfahrt bei, ab 1934 war er Herausgeber der „Zeitschrift für Deutsche Kulturphilosophie“. 1942 trat er dem Nationalsozialistischen Deutschen Dozentenbund bei. Sein Antrag auf NSDAP-Mitgliedschaft wurde abgelehnt - vermutlich aufgrund des damaligen Aufnahmestopps, nicht aus politischen Gründen.
Die Ironie: Glockners Jubiläumsausgabe blieb bis in die 1970er Jahre die Standardausgabe Hegels. Die wissenschaftliche Qualität seiner editorischen Arbeit ist unbestritten - aber sie war eingebettet in aktive ideologische Kollaboration, nicht bloße Anpassung.
Nach dem Krieg wurde Glockner 1951 an die TU Braunschweig berufen - sein Entnazifizierungsverfahren stufte ihn offenbar als „Mitläufer“ ein, was angesichts seiner Dekanstätigkeit und ideologischen Positionierung eine erhebliche Verharmlosung darstellt. 1971 erhielt er die Goldene Bürgermedaille seiner Heimatstadt Fürth, 1980 wurde eine Straße nach ihm benannt.[8]
Diese Instrumentalisierung war möglich, weil Hegel mehrdeutig ist. Seine Staatsphilosophie betont die Autorität des Staates - aber sie betont zugleich die verfassungsmäßigen Grenzen dieser Autorität. Seine Geschichtsphilosophie spricht vom „Weltgeist“ - aber dieser Weltgeist ist kein germanischer Volksgeist. Die nationalsozialistische Lesart war eine bewusste Fehldeutung - aber sie konnte an Textpassagen anknüpfen.
Die Tragik: Gerade die Differenziertheit von Hegels Position machte sie anfällig für Missbrauch. Einfache Positionen - „Alle Staatsgewalt ist böse“ oder „Jeder Staat ist göttlich“ - lassen sich nicht so leicht umdeuten. Hegels vermittelnde Position - „Der Staat ist sittlich, sofern er vernünftig ist“ - bot Anknüpfungspunkte für verschiedene Interpretationen.
Die Ausnahmen: Widerstand und Integrität
a) Theodor Litt - Pädagogischer Widerstand und vorzeitige Emeritierung
Theodor Litt (1880-1962), Professor für Philosophie und Pädagogik in Leipzig, gehörte zu jenen wenigen, die sich dem Nationalsozialismus nicht beugten. Seine Position war kein spektakulärer Widerstand wie der des Kreisauer Kreises, sondern eine konsequente Verweigerung der Anpassung.
Die Konfrontation als Rektor: Bereits als Rektor der Universität Leipzig (1931-1932) geriet Litt in Konflikt mit dem NS-Studentenbund. Seine Antrittsrede vom 31. Oktober 1931 brach mit der akademischen Tradition, Einblick in die eigene Forschung zu geben. Stattdessen appellierte Litt an die Verantwortung der Universität für die Bewahrung ihrer Unabhängigkeit - eine kaum verhüllte Warnung vor der drohenden Gleichschaltung.[9]
Das pädagogische Überwältigungsverbot: Litts philosophische Position machte ihn unvereinbar mit dem NS-Regime. Sein Werk „Führen oder Wachsenlassen“ (1927) hatte das „pädagogische Überwältigungsverbot“ formuliert: Bildung darf nicht zur Indoktrination werden, sondern muss die Selbstbildung des Individuums ermöglichen. Diese Position war eine direkte Absage an totalitäre Erziehungskonzepte.[10]
Die Konsequenzen: 1937 wurde Litt mit einem Vortragsverbot belegt und vorzeitig emeritiert. Die Begründung war klar: Seine Ablehnung „vernunftwidriger, organologischer und romantischer Ideologien“ sowie sein Beharren auf der Achtung des heranwachsenden Menschen machten ihn für das Regime untragbar. Dennoch publizierte Litt weiter - seine Schriften waren verhüllte, aber erkennbare Kritik an der NS-Ideologie.[11]
Die systematische Bedeutung: Litts Fall zeigt, dass Hegels dialektische Anthropologie - richtig verstanden - gegen totalitäre Vereinnahmung immunisierte. Seine These der wechselseitigen Konstitution von Individuum und Gemeinschaft schloss beide Extreme aus: den atomistischen Individualismus und die kollektivistische Auflösung. Der Nationalsozialismus war für Litt philosophisch unhaltbar, weil er die Vermittlung durch Gewalt ersetzte.
Hinweis: Litts philosophische Wirkung entfaltete sich weniger in der Zwischenkriegszeit als in der Bundesrepublik nach 1945. Über seinen Schüler Wolfgang Klafki prägte er die demokratische Bildungstheorie und - vermittelt durch das „pädagogische Überwältigungsverbot“ - den Beutelsbacher Konsens von 1976. Seine Philosophie und Nachkriegswirkung wird ausführlich in Band II.1, Kapitel 4.4 dargestellt.
b) Adam von Trott zu Solz - Widerstand aus Hegels Freiheitsphilosophie
Adam von Trott zu Solz (1909-1944) ging weiter als passive Verweigerung - er wurde zum aktiven Widerstandskämpfer. Jurist, Diplomat, Mitglied des Kreisauer Kreises - und Hegel-Leser. Seine Promotion von 1931 behandelte „Hegels Staatsphilosophie und das internationale Recht“.[12]
Die philosophische Begründung: Trott begründete seinen Widerstand aus Hegels Philosophie der Freiheit und gegenseitigen Anerkennung. Der Nationalsozialismus war für ihn die Negation alles dessen, was Hegel unter „Sittlichkeit“ verstanden hatte. Ein Regime, das Millionen vernichtete, konnte nicht „vernünftig“ sein. Ein Staat, der die universelle Anerkennung verweigerte, war kein wahrhafter Staat.[13]
Das tragische Ende: Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 wurde Trott verhaftet, zum Tode verurteilt, hingerichtet. Seine letzten Briefe zeugen von der philosophischen Überzeugung, dass Widerstand gegen die Barbarei moralische Pflicht sei - eine Haltung, die aus seiner Hegel-Lektüre erwuchs.[14]
c) Die Lehre aus den Ausnahmen
Diese Ausnahmen zeigen: Hegel konnte auch anders gelesen werden. Die Philosophie der Vernunft war nicht notwendig affirmativ. Sie konnte kritisch, widerständig sein - wenn man sie ernst nahm. Litt und Trott nahmen sie ernst.
Die Frage bleibt: Warum waren es so wenige? Die Antwort liegt in einer Hegel-Rezeption, die die kritische Dimension vernachlässigt hatte. Die deutschen Hegelianer hatten Hegel als Staatsphilosophen gelesen - als Legitimator der bestehenden Ordnung. Sie hatten übersehen, dass Hegel zugleich Kritiker jeder bloß positiven, nicht vernünftigen Ordnung war.
Die Lehren für die Nachkriegszeit
Die Verstrickung der deutschen Hegelforschung mit dem Nationalsozialismus hatte langfristige Folgen. Nach 1945 stand Hegel unter Verdacht - nicht nur in der anglo-amerikanischen Welt (wo Popper die Anklage formulierte), sondern auch in Deutschland selbst. Viele junge Philosophen wandten sich ab - von Hegel, vom deutschen Idealismus, von systematischer Philosophie überhaupt.[15]
Die Aufgabe der Nachkriegsgeneration war daher doppelt: Erstens die philologische Rekonstruktion des „wahren“ Hegel - jenseits der nationalistischen Verzerrungen. Zweitens die systematische Aufarbeitung der Frage, wie Hegels Philosophie instrumentalisiert werden konnte - und wie sie gegen solche Instrumentalisierung immunisiert werden kann.[16]
Diese Aufgabe ist bis heute nicht abgeschlossen. Die Frage, wie systematische Philosophie mit totalitärer Politik zusammenhängen kann, bleibt drängend. Ist Hegels Systemdenken strukturell anfällig? Oder war die nationalsozialistische Lesart ein völliges Missverständnis? Die Antwort ist nuanciert: Hegels Position ist nicht totalitär - aber sie enthält Elemente, die bei unsachgemäßer Isolation totalitär gedeutet werden können.[17]
Die Lehre: Philosophie ist nie „unpolitisch“. Auch die abstrakteste Logik hat politische Implikationen. Die Verantwortung der Philosophierenden besteht darin, diese Implikationen zu reflektieren - und gegen Missbrauch zu verteidigen. Diese Verantwortung nahmen die meisten deutschen Hegelianer 1933-1945 nicht wahr. Das ist die schmerzhafte Bilanz.[18]
Zur allgemeinen Verstrickung deutscher Philosophen mit dem Nationalsozialismus vgl. grundlegend Christian Tilitzki: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich, 2 Bände, Berlin: Akademie Verlag, 2002. Einen Überblick über einzelne Personen bietet Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945?, Frankfurt/M.: S. Fischer, 2003. ↩︎
Die Strategie des Rückzugs auf „unpolitische“ Themen war verbreitet, aber illusionär. Auch die scheinbar abstrakteste Logik hatte politische Implikationen, die sich der Instrumentalisierung nicht entziehen konnten. Vgl. Herbert Marcuse: „The Struggle against Liberalism in the Totalitarian View of the State“ (1934), in: Negations: Essays in Critical Theory, Boston: Beacon Press, 1968, S. 3-42. ↩︎
Das Problem des akademischen Schweigens wurde nach 1945 intensiv diskutiert. Karl Jaspers kritisierte in Die Schuldfrage (1946) die „moralische Schuld“ der Schweigenden. Auch wenn nicht alle juristisch schuldig wurden, trugen sie Mitverantwortung für das, was geschah. Vgl. Karl Jaspers: Die Schuldfrage, Heidelberg: Lambert Schneider, 1946; Neuausgabe München: Piper, 1979. ↩︎
Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich, Weltbild Verlag, 5. Aufl. 2008, S. 187 (zu Haering). ↩︎
Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich, a.a.O., S. 187. ↩︎
FürthWiki: „Hermann Glockner“, a.a.O. ↩︎
Leaman, Georg/Simon, Gerd: „Deutsche Philosophen aus der Sicht des Sicherheitsdienstes des Reichsführers SS“, in: Jahrbuch für Soziologie-Geschichte 1992, S. 261-292. ↩︎
FürthWiki: „Hermann Glockner“, https://www.fuerthwiki.de/wiki/index.php/Hermann_Glockner (abgerufen Januar 2026). ↩︎
Die Rektoratsrede ist dokumentiert im Universitätsarchiv Leipzig. Zu Litts Haltung im NS siehe: Christian Tilitzki, Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich, 2 Bände, Berlin: Akademie Verlag 2002, Bd. 2, S. 687-694. ↩︎
Theodor Litt, Führen oder Wachsenlassen. Eine Erörterung des pädagogischen Grundproblems, Leipzig/Berlin: Teubner 1927. Das Werk erlebte 13 Auflagen bis 1967, was seine anhaltende Bedeutung zeigt. ↩︎
Zu Litts Publikationen 1937-1945 siehe: Peter Müller, „Litt, Theodor“, in: Neue Deutsche Biographie 14 (1985), S. 700-702. Besonders Der deutsche Geist und das Christentum (1938) ist als verhüllte Kritik lesbar. ↩︎
Die Dissertation erschien als: Adam von Trott zu Solz, Hegels Staatsphilosophie und das internationale Recht, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1932. ↩︎
Zur philosophischen Dimension siehe: Giles MacDonogh, A Good German: Adam von Trott zu Solz, London: Quartet Books, 1989; deutsche Ausgabe: Ein guter Deutscher, München: dtv, 1991. ↩︎
Dokumentiert in: Clarita von Trott zu Solz (Hg.), Adam von Trott zu Solz. Eine Auswahl aus seinen Schriften und Briefen, Berlin: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, 1994. ↩︎
Karl Popper formulierte die einflussreichste Nachkriegskritik an Hegel in The Open Society and Its Enemies, 2 Bände, London: Routledge, 1945. Band 2 trägt den Untertitel „The High Tide of Prophecy: Hegel, Marx, and the Aftermath“. Poppers Kritik ist größtenteils eine Karikatur, aber sie artikulierte ein verbreitetes Unbehagen gegenüber systematischer Philosophie nach den Erfahrungen des Totalitarismus. Vgl. die kritische Auseinandersetzung mit Popper in Walter Kaufmann: „The Hegel Myth and Its Method“, a.a.O. ↩︎
Diese doppelte Aufgabe nahmen verschiedene Ansätze wahr: Die systematische Hegel-Forschung (Hans-Georg Gadamer, Dieter Henrich, Michael Theunissen) arbeitete an der philologischen Rekonstruktion. Die kritische Theorie der Frankfurter Schule (Theodor W. Adorno, Herbert Marcuse, Jürgen Habermas) reflektierte die Dialektik von Aufklärung und Barbarei. Beide Stränge blieben oft unverbunden - eine produktive Integration steht noch aus. ↩︎
Diese Frage wird bis heute kontrovers diskutiert. Konservative Kritiker (wie Joachim Ritter und seine Schüler) betonen die Modernität von Hegels Position und seine Verteidigung der Rechtsstaatlichkeit. Linke Kritiker (wie Adorno) weisen auf affirmative Tendenzen hin. Die hier vertretene Position ist, dass Hegels System nicht strukturell totalitär ist, aber Elemente enthält (v.a. die Staatsphilosophie und Geschichtsphilosophie), die bei isolierter Lektüre missbraucht werden können. Die Lösung liegt nicht in der Preisgabe des Systemdenkens, sondern in der Stärkung der selbstkritischen Momente. ↩︎
Die Verantwortung der Philosophie in politischen Krisen ist eine bleibende Frage. Hannah Arendt hat in Eichmann in Jerusalem (1963) das „Versagen der Gebildeten“ thematisiert. Die Philosophen, die über Vernunft, Freiheit und Sittlichkeit schrieben, versagten mehrheitlich, als es darauf ankam, diese Prinzipien praktisch zu verteidigen. Diese Erfahrung prägt bis heute die Diskussion über das Verhältnis von Theorie und Praxis. Vgl. Hannah Arendt: Eichmann in Jerusalem. A Report on the Banality of Evil, New York: Viking Press, 1963; dt. Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen, München: Piper, 1964. ↩︎