Vom "Antifaschismus" - wenn der Kampf das Bekämpfte reproduziert
Dieser Text ist eine Vorschau auf Geschichte der Hegelrezeption, Band I, der 2026 bei Reflexivity Press erscheint.
Die vielleicht paradoxeste Gefahr: „Antifaschismus“, der selbst faschistische Strukturen reproduziert.
Feinddefinition durch Regierungsmacht:
- Wenn Regierungen definieren, wer „Feind der Demokratie“ ist
- „Kampf gegen Rechts“ als Herrschaftsinstrument
- Verfassungsschutz als politisches Werkzeug
- Negiert: Selbstanwendung (wer kontrolliert die Kontrolleure?), Anerkennung (administrative Entmenschlichung)
Verbot von Kritik als „rechts“:
- Legitime Kritik (an Migration, Energiewende, Corona-Maßnahmen) wird als „rechts“ etikettiert
- Damit wird jede Kritik unmöglich gemacht
- Selbst Fakten werden zu „Narrativen der Rechten“
- Negiert: Dialektische Bewegung (keine verschiedenen Perspektiven), Selbstanwendung (eigene Position unkritisierbar)
Militarisierung der Sprache:
- „Kampf gegen Rechts“, „Krieg gegen Desinformation“
- Gegner werden zu Feinden
- Politik als Vernichtungskampf statt Auseinandersetzung
- Negiert: Anerkennung (Gegner als Feinde, nicht als Gesprächspartner), Aufhebung (Vernichtung statt Integration)
Das besondere Problem: Diese Form ist am schwersten zu erkennen und zu kritisieren. Wer den „Kampf gegen Rechts“ kritisiert, macht sich verdächtig. Wer Methoden des Antifaschismus hinterfragt, wird zum Verteidiger von Faschisten erklärt. Die moralische Immunisierung ist perfekt.
Und doch: Genau hier liegt die größte Gefahr. Denn ein „Antifaschismus“, der selbst die Grundoperationen negiert, ist funktional nicht mehr von dem zu unterscheiden, was er vorgibt zu bekämpfen.