Joachim Ritter - Hegel und die Französische Revolution (1957)
Dieser Text ist eine Vorschau auf Geschichte der Hegelrezeption, Band II, der 2026 bei Reflexivity Press erscheint.
Die geistesgeschichtliche Konstellation
Joachim Ritter (1903-1974) stand vor einer doppelten Herausforderung. Als Professor in Münster in den 1950er Jahren musste er sich auseinandersetzen mit der Nazi-Vergangenheit der deutschen Philosophie einerseits, mit der massiven Hegel-Kritik aus dem anglo-amerikanischen Raum andererseits. Popper hatte 1945 Hegel zum “Feind der offenen Gesellschaft” erklärt. In Deutschland selbst dominierten zunächst existenzphilosophische Strömungen (Jaspers, Heidegger), die Hegel als Systemdenker ablehnten.
Ritters Projekt war eine Verteidigung Hegels durch eine politische Neuinterpretation. Aber worauf reagierte er genau? Auf drei miteinander verbundene Vorwürfe:
Erstens: Hegel habe den preußischen Obrigkeitsstaat verherrlicht und damit den deutschen Untertanengeist philosophisch legitimiert.
Zweitens: Hegels Geschichtsphilosophie mit ihrer Rede vom “Ende der Geschichte” sei proto-totalitär - sie legitimiere den Status quo als vernünftig und schließe radikale Kritik aus.
Drittens: Die Hegelianer hätten in der Revolution von 1848 versagt und damit den Weg in die deutsche Katastrophe bereitet.
Gegen alle drei Vorwürfe entwickelte Ritter eine Gegenerzählung, die auf gründlicher historischer Forschung beruhte und zugleich eine systematische These über Hegels Philosophie der Moderne enthielt.
Die zentrale These: Hegel als Philosoph der Französischen Revolution
Ritters Kernargument lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Hegel war nicht der Philosoph der preußischen Reaktion, sondern der philosophische Verteidiger der Französischen Revolution - und zwar auch und gerade nach deren Terror und nach Napoleon.[1]
Diese These war 1957 überraschend. Man kannte Hegel als den Berliner Staatsphilosophen, der in den “Grundlinien der Philosophie des Rechts” (1821) geschrieben hatte: “Was vernünftig ist, das ist wirklich; und was wirklich ist, das ist vernünftig.”[2] Diese Formel schien den Status quo zu rechtfertigen.
Ritter zeigte nun: Diese Lesart verkennt Hegels Intention fundamental. Was Hegel meinte, war nicht: “Alles Bestehende ist vernünftig und daher zu akzeptieren.” Sondern: “Nur was vernünftig ist, ist wirklich - das bloß Bestehende, das nicht vernünftig ist, ist unwirklich, scheinhaft, zum Untergang bestimmt.”[3]
Um dies zu belegen, führte Ritter eine Fülle historischer Evidenz an:
Die Hegelianer als revolutionäre Kraft: Eduard Gans, der brillanteste Hegel-Schüler, war Jude und kämpfte für jüdische Emanzipation.[4] Heinrich Heine, der Dichter und politische Journalist, bekannte sich Zeit seines Lebens zu Hegel.[5] Ferdinand Lassalle, Mitbegründer der deutschen Arbeiterbewegung, schrieb seine Doktorarbeit über Heraklit im hegelianischen Geist.[6] Karl Marx - die radikalste Kritik des Kapitalismus - entwickelte seine Methode aus Hegels Dialektik.
Die Hegelianer als Verteidiger der Juden: In den Hep-Hep-Unruhen von 1819, als antisemitische Pogrome durch deutsche Städte zogen, waren es Hegelianer, die sich schützend vor jüdische Mitbürger stellten. Gans kämpfte juristisch und publizistisch für die Gleichstellung der Juden.[7] Dies war keine Randerscheinung, sondern folgte aus Hegels Prinzip der wechselseitigen Anerkennung: Wenn Freiheit nur als anerkannte Freiheit wirklich ist, dann schließt dies die rechtliche Gleichstellung aller ein.
Die Hegelianer gegen die deutschtümelnde Reaktion: Während Fichte, Arndt und Jahn einen völkischen deutschen Nationalismus predigten, der später von Wagner aufgegriffen und schließlich vom Nationalsozialismus instrumentalisiert wurde, vertraten die Hegelianer einen aufklärerischen Universalismus.[8] Für sie war die Französische Revolution - trotz Terror und napoleonischer Diktatur - der welthistorische Durchbruch der Vernunft: Die Erklärung, dass alle Menschen gleiche Rechte haben, nicht durch göttliche Gnade oder ständische Geburt, sondern durch ihr Menschsein.
Die Kompensationstheorie: Hegels Antwort auf die Entzweiung der Moderne
Aber Ritter ging über diese historische Rehabilitierung hinaus. Er entwickelte eine systematische Interpretation von Hegels Philosophie der Moderne, die als “Kompensationstheorie” bekannt wurde.[9]
Seine Ausgangsbeobachtung: Die moderne Gesellschaft ist durch eine fundamentale Entzweiung gekennzeichnet. Sie trennt Privatleben und Öffentlichkeit, Subjektivität und Objektivität, Innerlichkeit und äußere Ordnung. Der moderne Mensch lebt in verschiedenen Sphären, die auseinanderfallen: im Beruf funktioniert er nach den Gesetzen der Arbeitsteilung und Effizienz, im Privatleben sucht er nach persönlicher Erfüllung, als Staatsbürger unterwirft er sich allgemeinen Gesetzen.
Diese Entzweiung ist nicht überwindbar - jedenfalls nicht durch eine Rückkehr zur vormodernen Einheit. Die antike Polis, in der der Einzelne vollständig in der Gemeinschaft aufging, ist unwiederbringlich verloren. Die moderne Freiheit - die Freiheit des Individuums, sein Leben selbst zu gestalten - hat ihren Preis: die Entfremdung.
Hegels Lösung, so Ritter, liegt nicht in der Überwindung, sondern in der Kompensation dieser Entzweiung. Kunst, Religion und Philosophie ermöglichen es dem modernen Menschen, die verlorene Einheit wenigstens vorübergehend wiederzugewinnen - nicht real, aber im Medium des Geistes. In der Betrachtung eines Kunstwerks, in der religiösen Erfahrung, im philosophischen Denken versöhnt sich der Mensch mit der Wirklichkeit - ohne diese Wirklichkeit selbst zu verändern.
Dies bedeutet: Hegel ist kein revolutionärer Denker, der die moderne Gesellschaft umstürzen will. Er ist ein konservativer Denker, der sie bejaht - allerdings nicht kritiklos. Die moderne Gesellschaft ist für Hegel die vernünftigste historisch erreichte Form, weil sie individuelle Freiheit ermöglicht. Aber sie ist nicht vollkommen. Die Entfremdung bleibt. Die Philosophie kann sie nicht aufheben, nur bewusst machen und dadurch erträglich gestalten.
Was ist daran wahr? Die bleibenden Einsichten Ritters
Ritters Interpretation enthält mehrere Einsichten, die sich als fruchtbar erwiesen haben:
Die Rehabilitierung des historischen Hegelianismus: Ritter hat unwiderlegbar gezeigt, dass die Hegelianer des 19. Jahrhunderts eine progressive, oft revolutionäre Kraft waren. Sie waren nicht die Reaktionäre, als die sie von konservativer Seite geschmäht und von der radikalen Linken verachtet wurden. Diese historische Korrektur war überfällig und notwendig.
Die Verteidigung der Moderne: Ritters Hegel verteidigt die moderne Gesellschaft nicht trotz, sondern wegen ihrer Widersprüche. Die Trennung von Staat und Gesellschaft, von Öffentlichem und Privatem ist kein Defizit, sondern die Bedingung individueller Freiheit. Totalitäre Systeme zeichnen sich gerade dadurch aus, dass sie diese Trennung aufheben wollen - sie wollen den “ganzen Menschen” erfassen und lassen ihm keinen privaten Rückzugsraum.
Die Anerkennung der Unversöhnbarkeit: Ritter nimmt Hegel gegen utopische Lesarten in Schutz. Hegel versprach keine klassenlose Gesellschaft, keine Aufhebung aller Widersprüche in einem irdischen Paradies. Die Entzweiung der Moderne ist real und bleibt. Philosophie kann sie nicht durch revolutionäre Praxis überwinden, sondern nur durch Reflexion transparent machen.
Diese Einsichten waren wichtig für die deutsche Nachkriegsgesellschaft. Sie ermöglichten es, Hegel gegen seine nationalsozialistischen Vereinnahmer zu verteidigen und zugleich gegen seine marxistischen Radikalisierer abzugrenzen. Hegel wurde zum Denker einer aufgeklärten, liberalen, aber nicht revolutionären Moderne.
Die inneren Widersprüche: Wo Ritter an seine Grenzen stößt
Aber gerade die Stärke von Ritters Interpretation - ihre politische Eindeutigkeit - erweist sich bei näherem Hinsehen als Schwäche. Denn Ritter erreicht die Rehabilitierung Hegels um den Preis einer einseitigen Lesart, die zentrale Dimensionen von Hegels Denken ausblenden muss.
Erster Widerspruch: Die Neutralisierung der Kritik. Ritters Hegel ist ein Denker, der die moderne Gesellschaft affirmiert. Die Kompensationstheorie impliziert: Die Widersprüche der Moderne sind nicht aufhebbar, sondern nur zu ertragen. Kunst, Religion, Philosophie dienen dazu, die Entfremdung erträglich zu machen - sie verändern die Verhältnisse nicht.
Aber ist das wirklich Hegels Position? Wenn man die “Phänomenologie des Geistes” liest, findet man dort keine sanfte Versöhnung, sondern eine radikale Kritik: Das unglückliche Bewusstsein, das zerrissene Bewusstsein, die Herr-Knecht-Dialektik - all dies sind Gestalten, die ihre eigenen Widersprüche treiben und dadurch zu neuen Formen der Freiheit führen. Die Dialektik ist nicht Rechtfertigung des Bestehenden, sondern Kritik, die zur Veränderung drängt.
Hier zeigt sich: Ritter immunisiert Hegel gegen revolutionäre Lesarten, indem er ihn zum konservativen Denker macht. Aber damit verfehlt er die Spannung in Hegels Denken selbst - die Spannung zwischen Affirmation und Kritik, zwischen Anerkennung der Moderne und deren Überschreitung.
Zweiter Widerspruch: Die Verdrängung der Praxis. Ritters Kompensationstheorie setzt voraus, dass die moderne Gesellschaft in ihren Grundstrukturen unveränderbar ist. Die Trennung von Staat und Gesellschaft, von Arbeit und Leben ist gegeben. Philosophie kann sie nicht aufheben, sondern nur im Medium des Geistes versöhnen.
Aber hier entsteht eine performative Spannung: Wenn die Philosophie nur kompensiert, wenn sie die Widersprüche nur erträglich macht, ohne sie zu verändern - ist sie dann nicht selbst Teil der Entfremdung? Wird sie nicht zur Ideologie, zum “Opium”, das den Schmerz lindert, aber die Ursachen unangetastet lässt?
Marx’ Kritik an Hegel zielte genau auf diesen Punkt: Hegels Philosophie versöhne im Denken, was in der Wirklichkeit unversöhnt bleibe. Die “Aufhebung” geschehe nur im Kopf, nicht in der sozialen Realität. Ritters Hegel-Interpretation bestätigt genau diese Kritik - aber sie erhebt sie nicht mehr zum Problem, sondern feiert sie als Lösung.
Damit aber fehlt der Philosophie das, was Hegel selbst als konstitutiv ansah: die praktische Dimension. In der “Rechtsphilosophie” geht es nicht nur um Kompensation, sondern um die wirkliche Gestaltung von Institutionen, die Freiheit ermöglichen. Staat, Recht, Zivilgesellschaft sind nicht gegeben und unveränderbar, sondern zu gestaltende Strukturen.
Dritter Widerspruch: Die Verengung auf Europa. Ritters These, dass Hegel der Philosoph der Französischen Revolution sei, hat eine unausgesprochene Voraussetzung: dass die Französische Revolution der Kulminationspunkt der Weltgeschichte ist, dass die moderne europäische Gesellschaft die höchste Form menschlicher Freiheit darstellt.
Aber hier verschiebt sich die Frage: Was ist mit den Kolonien? Was mit den Menschen, die von dieser “Vernunft” unterworfen, versklavt, ausgebeutet wurden - im Namen derselben Prinzipien, die angeblich universelle Freiheit verkünden? Die Französische Revolution proklamierte die Menschenrechte - und hielt zugleich an der Sklaverei fest. Hegel selbst übernahm unkritisch die koloniale Perspektive seiner Zeit, wenn er Afrika als “geschichtslosen” Kontinent abtat.
Ritter thematisiert diese Widersprüche nicht. Seine Hegel-Interpretation ist eurozentrisch - sie nimmt die europäische Moderne als Maßstab und blendet aus, wie diese Moderne auf der Ausbeutung anderer Weltregionen beruhte. Das ist kein Vorwurf aus heutiger politischer Korrektheit, sondern folgt aus Hegels eigenen Prinzipien: Wenn Freiheit wechselseitige Anerkennung ist, dann kann sie nicht auf Kosten anderer erkämpft werden. Die europäische “Freiheit”, die auf Kolonialismus und Sklaverei beruhte, war keine wirkliche Freiheit, sondern - mit Hegel gesprochen - unwirklich, weil widersprüchlich.
Vierter Widerspruch: Die Entschärfung der Dialektik. Ritters Hegel-Interpretation macht Hegel für die deutsche Nachkriegsgesellschaft akzeptabel, indem sie ihn entradikalisiert. Die Dialektik wird nicht mehr als Methode der immanenten Kritik verstanden, sondern als Versöhnung von Gegensätzen im Geist.
Aber damit verliert die Dialektik ihre kritische Kraft. Hegels Methode bestand darin, jede Position so lange zu denken, bis sie ihre eigenen Grenzen zeigt, bis sie sich selbst widerspricht und dadurch zu einer höheren Position drängt. Dies ist keine harmonische Versöhnung, sondern eine schmerzhafte Bewegung, die nichts beim Alten lässt.
Ritters Kompensationstheorie dagegen impliziert: Die Gegensätze bleiben, aber wir können mit ihnen leben. Das ist keine Aufhebung im hegelianischen Sinne mehr, sondern Resignation - verkleidet als philosophische Weisheit.
Systematische Einordnung: Ritters Ort in der Rezeptionsgeschichte
Ritter steht an einer Schnittstelle. Er rehabilitiert Hegel gegen die totalitarismustheoretischen Vorwürfe - und bereitet damit den Boden für die spätere Hegel-Renaissance. Ohne Ritter wäre die angelsächsische analytische Hegel-Rezeption (Taylor, Pippin, Brandom) in Deutschland kaum rezipiert worden. Ohne Ritter hätte die Frankfurter Schule (Habermas, Honneth) nicht an Hegel anknüpfen können.
Aber zugleich verengt Ritter Hegel. Er macht aus ihm einen konservativen Denker der Moderne, der deren Widersprüche nur noch erträglich machen, nicht mehr kritisieren will. Die revolutionäre Potenz der Dialektik wird gebändigt, die praktische Dimension der Philosophie neutralisiert, die universalistische Kritik auf Europa beschränkt.
Was bleibt von Ritter? Die historische Korrektur: Die Hegelianer waren progressiv, nicht reaktionär. Die systematische Einsicht: Die Moderne hat Widersprüche, die nicht einfach aufhebbar sind. Aber auch die Warnung: Eine Philosophie, die nur noch kompensiert, hat ihre kritische Kraft verloren.
Die Aufgabe einer zeitgenössischen Hegel-Rezeption wäre, Ritters Einsichten zu bewahren, seine Verengungen aber zu überwinden: Die Moderne anzuerkennen, ohne sie zu affirmieren. Die Widersprüche ernst zu nehmen, ohne bei ihnen stehen zu bleiben. Die Praxis einzuholen, ohne in revolutionäre Utopien zu verfallen. Den Eurozentrismus zu überwinden, ohne in kulturrelativistische Beliebigkeit zu versinken.
Joachim Ritter, “Hegel und die Französische Revolution” (1957), in: Metaphysik und Politik. Studien zu Aristoteles und Hegel, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1969, S. 183-255. Die zentrale These findet sich auf S. 183-187. ↩︎
G.W.F. Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts, Vorrede, in: Werke in 20 Bänden, Bd. 7, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1970, S. 24. ↩︎
Ritter, “Hegel und die Französische Revolution”, S. 188-192. Zur Unterscheidung von Wirklichkeit und bloßer Existenz siehe auch: Otto Pöggeler, “Hegels Bestimmung der Philosophie”, in: Hegel-Studien 3 (1965), S. 168-180. ↩︎
Zu Eduard Gans siehe: Norbert Waszek, Eduard Gans (1797-1839). Hegelianer - Jude - Europäer. Texte und Dokumente, Frankfurt am Main: Peter Lang 1991. Zur Rolle der jüdischen Hegelianer: Michael Theunissen, “Die verdrängte Intersubjektivität in Hegels Philosophie des Rechts”, in: Dieter Henrich/Rolf-Peter Horstmann (Hrsg.), Hegels Philosophie des Rechts. Die Theorie der Rechtsformen und ihre Logik, Stuttgart: Klett-Cotta 1982, S. 317-381. ↩︎
Heinrich Heine, Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland (1835), in: Sämtliche Schriften, hrsg. von Klaus Briegleb, Bd. 5, München: Hanser 1976, S. 505-641. Heine nennt Hegel dort einen “großen Jacobiner” und verteidigt ihn gegen konservative Vereinnahmung. ↩︎
Ferdinand Lassalle, Die Philosophie Herakleitos des Dunklen von Ephesos (1858), 2 Bde., Berlin: Franz Duncker 1858. Zur Bedeutung für die Arbeiterbewegung: Shlomo Avineri, The Social and Political Thought of Karl Marx, Cambridge: Cambridge University Press 1968, S. 196-220. ↩︎
Zur historischen Rolle der Hegelianer bei der Verteidigung jüdischer Rechte siehe: Ritter, “Hegel und die Französische Revolution”, S. 212-218; umfassender: Jacob Katz, Aus dem Ghetto in die bürgerliche Gesellschaft. Jüdische Emanzipation 1770-1870, Frankfurt am Main: Athenäum 1986, S. 142-168. ↩︎
Zur deutschtümelnden Reaktion und ihrer späteren Wirkung siehe: George L. Mosse, Die Nationalisierung der Massen. Von den Befreiungskriegen bis zum Dritten Reich, Frankfurt am Main/Berlin/Wien: Ullstein 1976, S. 53-87; zur expliziten Kontinuitätslinie siehe Der Zusammenbruch der alten Ordnung. ↩︎
Die Kompensationstheorie wird ausführlich entwickelt in: Joachim Ritter, “Hegel und die französische Revolution”, S. 225-242. Siehe auch: Hermann Lübbe, “Säkularisierung als geschichtsphilosophische Kategorie”, in: Hans Blumenberg u.a., Die Philosophie und die Frage nach dem Fortschritt, München: Pustet 1964, S. 221-239; Odo Marquard, “Kompensation. Überlegungen zu einer Verlaufsfigur geschichtlicher Prozesse”, in: Aesthetica und Anaesthetica. Philosophische Überlegungen, Paderborn: Schöningh 1989, S. 64-81. ↩︎