Kommentar zur Naturphilosophie, Kapitel 21
Woran Hegel den Magnetismus festmacht
In den Vorlesungen: „Magnetismus ist das Princip der Gestaltung; die magnetische Linie ist in sich selbst manifestirend.“[1] Und zur Abgrenzung gegen bloße Kohäsion: „Der Magnetismus bedarf keiner Sollicitation“ — er braucht keinen Anstoß von außen, während die Zähigkeit eines Körpers sich erst zeigt, wenn Gewalt auf ihn einwirkt.
Darum geht es: um eine Bestimmtheit, die sich von selbst äußert, gegen eine, die erst im Widerstand hervortritt. Wie die Physik den Magnetismus heute fasst, ist eine andere Frage; die Unterscheidung selbst ist brauchbar geblieben. [KF]
Vorlesungen über die Philosophie der Natur, Nachschrift Bernard, Kolleg 1819/20: GW 24.1. ↩︎